FDP im Stadtrat Neuwied
Luftreinigungsgeräte für Klassenzimmer
Die FDP-Stadtratsfraktion hat mit großer Sorge die Diskussion um die Maskenpflicht sowie Vorgaben zum Lüften in Klassenräumen verfolgt. Während für alle weiterführenden Schulen im Unterricht eine Maskenpflicht gilt, ist diese in Grundschulen derzeit noch nicht vorgesehen. Zur Minimierung der Viruslast in Klassenzimmern wird auf Lüften durch Öffnen der Fenster gesetzt. Das reduziert das Risiko einer indirekten Infektion. Da in Grundschulen keine Maskenpflicht gilt, ist anzunehmen, dass das Infektionsrisiko in diesen Klassenzimmern höher sein könnte als in weiterführenden Schulen, wo eine Maske getragen wird. Auch für die Freien Demokraten hat der Präsenzunterricht einen unersetzbaren Stellenwert auf dem Bildungsweg junger Menschen und kann nicht gänzlich durch Homeschooling ersetzt werden. Umso wichtiger ist es, das Infektionsrisiko an Schulen so weit wie möglich zu reduzieren. „Sowohl der erste Lockdown als auch der aktuelle kosten uns Milliarden von Euro. Im ersten Lockdown konnten wir sehen, wie Eltern durch die Schulschließungen vor schwierigste Probleme gestellt wurden“, sagt Dennis Mohr – Landtagskandidat der FDP. Sowohl weil Kinder und Jugendliche ein Recht auf Bildung haben, aber auch, weil Eltern die Freiheit haben müssen, zur Arbeit zu gehen, sei es höchste Priorität, den Schulbetrieb am Laufen zu halten. „Es gilt, die Quarantänisierung von Schulklassen und Unterrichtsausfall durch erkrankte Lehrer effektiv zu verhindern.“ „In Rheinland-Pfalz sind derzeit fast 1.000 Schüler und über 100 Lehrer akut infiziert. Über 200 Schulen sind von Schließungen betroffen oder teilweise unter Quarantäne gestellt“, stellt Dietrich G. Rühle – Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat fest. „Wir müssen unsere Kinder und unsere Schulen schnell besser schützen.“ Die FDP Stadtratsfraktion fordert nun, alle in Trägerschaft der Stadt befindlichen Schulen mit Luftreinigungsgeräten auszustatten. Diese können das Risiko einer indirekten Infektion mit Coronaviren laut aktuellen Studien maßgeblich reduzieren. Eine Studie des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Bundeswehr-Universität in München geht davon aus, dass das vom Bundesumweltministerium vorgesehene Lüftungskonzept vorwiegend kostengünstig ist, aber nur unzureichenden Schutz bietet und Luftreinigungsgeräte zu einer erheblich verbesserten Infektionsvorsorge beitragen können. „Auch wenn die Lüftungsanlagen das indirekte Übertragungsrisiko reduzieren, kann auf die sonstigen Maßnahmen nicht verzichtet werden. Diese Geräte ersetzen weder Masken noch den Hygiene- und Lüftungsplan, aber sie sind eine sinnvolle Ergänzung“, zieht Prof. Dr. Elias Al-Ghabra das Fazit.
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