Politik | 06.03.2017, 16:37 Uhr

Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz

Luftverschmutzung an der Quelle bekämpfen

Rheinland-Pfalz. Anlässlich des aktuellen Mahnschreibens der EU-Kommission an die Bundesrepublik, wonach in mehreren Regionen unter anderem auch in Rheinland-Pfalz die Stickstoffdioxid-Werte zu stark überschritten werden, fordert der GStB die EU, Bund und Wirtschaft auf, die Ursachen für Luftverschmutzung stärker an der Quelle zu bekämpfen. Maßnahmen wie Umweltzonen und kommunale Luftreinhaltepläne können allenfalls nur kurzfristig Symptome bekämpfen. Insbesondere Umweltzonen verursachen jedoch hohe Kosten und viel bürokratischen Aufwand, ohne dass sie in Vergangenheit eine große Wirkung gezeigt haben. Eine Kontrolle von Kfz-Plaketten in Umweltzonen ist für Kommunen bei der derzeitigen Personallage kaum leistbar. Die effektivsten Maßnahmen sind Fahrzeuge, die über Abgase, Reifen und Bremsanlagen so wenig Schadstoffe wie möglich ausstoßen. Hier sind die Hersteller in der Pflicht. Da die Ursachen für Luftverschmutzung nicht immer auf den örtlichen Pkw-Verkehr, sondern häufig auch auf externe Faktoren wie eine naheliegende Autobahn, Industrie, Landwirtschaft oder Schifffahrt zurückzuführen sind, würden diese Belastungen der Luft auch bei Umweltzonen, temporären Fahrverboten und ähnlichen Maßnahmen weitestgehend fortbestehen.

Pressemitteilung

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