Ortsbürgermeister hat sich um Bruttig-Fankel verdient gemacht
Manfred Ostermann wurde feierlich verabschiedet
Bei einer Feierstunde gab es Geschenke und viel Lob und einen Blumenstrauß für die Ehefrau
Bruttig-Fankel. Gäste aus Politik, Kommune, Vereinen und Bürgerschaft verabschiedeten am vergangenen Sonntag Manfred Ostermann im Rahmen einer Feierstunde als langjährigen Ortsbürgermeister von Bruttig-Fankel. „Mit ihm geht eine Ära zu Ende, die geprägt war von Zuverlässigkeit, Kompetenz und Engagement“, so Landrat Manfred Schnur lobend im historischen Rathaus von Fankel. Gleich mehrere Redner ließen vor rund 60 Bürgerinnen und Bürger die erfolgreiche Arbeit des verdienten Kommunalpolitikers Revue passieren. Der erste Beigeordnete Rainer Welches begrüßte zuvor die Gäste im festlich herausgeputzten Rathaus. Neben Landrat Manfred Schnur, Bürgermeister Helmut Probst hatte auch die Bruttig-Fankeler Weinmajestäten sowie Pastor Norbert Reichel den Weg ins alte Rathaus gefunden.
„Alle Vereine sind heute hier zugegen, um Manfred Ostermann noch einmal ausdrücklich Dank und Anerkennung auszusprechen“, erklärte Rainer Welches, der durch das kleine Nachmittags-Programm führte. „Sie alle wollen ihre Verbundenheit mit Manfred Ostermann zeigen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl antritt“, erklärte Rainer Welches. Neben Reden und Geschenken gab es aber auch Musik sowie reichlich Kuchen und belegte Brötchen, die zwischendurch als willkommene Abwechslung neben Moselwein und anderen Getränken, auf festlich gedeckten Tischen, gereicht wurden.
Einen dicken Blumenstrauß hatten sowohl der Landrat, als auch der Bürgermeister, für Ehefrau Rita zusätzlich dabei, um ihr für das jahrzehntelange Verständnis für die Arbeit ihres Mannes zu danken. Der Landrat erinnerte in seiner Rede an die vielen „schönen Termine“, die er in der Doppelgemeinde mit Manfred Ostermann erlebte. Das jährliche Winzerfest, die Dorferneuerung, Seniorentage und der erfolgreiche Kindergarten-Ausbau gehören dazu. Mit einem Spruch von Wilhelm Busch brachte er die Zuhörer zunächst zum Nachdenken: „Willst du froh und glücklich leben, dann lass´ kein Ehrenamt dir geben…“ Damit sei aber nicht ein so engagierter Ortsbürgermeister wie der scheidende Manfred Ostermann gemeint, der sein Amt stets mit „großem Fleiß und viel Verantwortung“ geführt habe.
Die Belange der Bürger standen immer im Vordergrund
Helmut Probst nannte noch einmal die kommunalen Eckdaten des hauptberuflichen Winzers: Von 1979 bis 1989 war der Geehrte erster Beigeordneter der Ortsgemeinde, von 1979 bis 1984 im VG-Rat Cochem-Land und von 2004 bis 2014 im neuen VG-Rat Cochem gewesen. „Du hast die Belange der Bürger immer vorbildlich vertreten und warst ständig um Fortschritt bemüht“, lobte der Bürgermeister. Er erinnerte an die Verdienste Ostermanns bei der Dorferneuerung und beim Aufbau und der Renovierung der ehemaligen Synagoge. Mit der Gründung des Fördervereins Synagoge Bruttig habe er dem Projekt nachhaltig Leben eingehaucht.
„Manfred Ostermann hat sichtbare Zeugnisse seines unermüdlichen Schaffens in Bruttig-Fankel hinterlassen, dafür danken wir dir“, schloss Helmut Probst seine Laudatio. Der Bürgermeister überreichte unter dem Beifall aller Gäste - unter ihnen auch die Freunde aus dem belgischen Overijse - den Silberbarren der VG Cochem für die Verdienste von Manfred Ostermann.
TT
