Politik | 30.04.2021

Freie Wähler Frauen Vorstandsmitglied wird Direktkandidatin im Wahlkreis 197 Neuwied

Marianne Altgeld kandidiert für den Bundestag

Marianne Altgeld. Foto: Freie Wähler

Bendorf. Marianne Altgeld wird für die Freie Wähler im Wahlkreis 197 Neuwied als Wahlkreiskandidatin zur Bundestagswahl antreten. Die 32-jährige Vertriebsmanagerin wurde einstimmig bei der Aufstellungsversammlung in Bendorf zur Direktkandidatin ihrer Heimat gewählt. Marianne Altgeld wuchs in der Verbandsgemeinde Puderbach auf, besuchte das private Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf und zog nach Ihrem Abschluss als Master of Science für einige Jahre nach Hamburg bevor es sie 2017 wieder in die Heimat führte.

Politisch ist Altgeld im Oktober 2021 als Direktkandidatin zur Landtagswahl im Wahlkreis Bendorf/Weißenthurm angetreten, in dem sie aus dem Stand beachtliche 7,9 Prozent holte. Ein Schritt, der die Hands-On Mentalität sowie das Engagement der jungen Frau belegt. Die Vernetzung mit den lokalen Freie Wähler Gruppen (FWG) hat für sie hier einen hohen Stellenwert: „Es ist diese einzigartige Struktur, welche uns deutlich von SPD und CDU unterscheidet. Freie Wähler arbeiten als einzige Partei von der Kommune aus nach oben und nicht von oben nach unten“. Ebenfalls im Herbst letzten Jahres erfolgte die Wahl in den Bundesvorstand der Freie Wähler Frauen, wo sie die Rolle der Pressesprecherin ausfüllt. „Frauen zu inspirieren Neues auszuprobieren und sich für politische Themen zu interessieren ist mir ein wichtiges Thema“, begründet die Politikerin ihr Engagement in dem Bereich.

In ihrer Antrittsrede zeigt sich Altgeld entsetzt über den moralischen Verfall einiger Bundestagsabgeordneter: „Ich finde es unerträglich, dass es Abgeordnete gibt, die sich in der derzeit schwierigen Situation persönlich bereichern und noch nicht mal den Anstand haben, ihr Mandat niederzulegen“. Große Unterstützung und Rückhalt zeigte die Kreisvereinigung Freie Wähler Neuwied, der Altgeld angehört. Ihre Kandidatur wird vom Kreisvorsitzenden Udo Franz begeistert vorgeschlagen und vom langjährigen Kern der aktiven Mitglieder begrüßt. „Nachdem Neuwied mit Stephan Wefelscheid einen frisch gewählten FW Landtagsabgeordneten in Mainz hat, möchte ich nun den kommunalen Fokus endlich auch nach Berlin tragen. Ein Schritt, der längst überfällig ist und den die sogenannten Volksparteien längst aus den Augen verloren haben.“

Scharfe Kritik übte sie an Bundesregierung und den Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag, da diese alle verfassungsrechtlichen Bedenken ignoriert hätten: „Wir sehen hier eine Regierung, die seit über einem Jahr nicht fähig ist, ein geeignetes Krisenmanagement zur etablieren, welches keinen derartigen Eingriff in unsere Grundrechte nach sich zieht.“ Altgeld gibt zu bedenken, dass die derzeitige Gesetzgebung zur Bundesnotbremse im Schnelldurchlauf durchgedrückt wurde und hätte sich eine derartige Geschwindigkeit lieber bei der Erstellung eines tragfähigen Testsystems gewünscht.

Besonders hervorgehoben hat sie die momentan kritische Situation an Schulen: „Lehrkräfte sehen sich Aufgaben gegenübergestellt, die nie Teil ihrer Aus- und Weiterbildung waren. Seitens Bund und Ländern wurden hier bis heute nicht die notwendigen Schritte eingeleitet, um Lehrer adäquat zu unterstützen.“ Altgeld spricht hier über fehlende flächendeckende IT-Infrastruktur, nicht nur für Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte selbst. Mit Blick auf die derzeitige Corona-Situation fehle es den Lehrern u.a. an Schutzausrüstung, um die Selbsttests mit den Schülern durchzuführen.

Im Schatten von Corona alarmiert Altgeld der deutliche Linksruck in der politischen Landschaft, geprägt durch die steigenden Umfragewerte der Grünen. „Als bürgerliche Mitte, mit einem tief verwurzelten Glauben an das Wohlstandversprechen Adenauers in Bezug auf Eigenheim und Altersvorsorge, erschreckt es mich massiv, dass Menschen blind das Schlagwort „Nachhaltigkeit“ wählen ohne sich mit den teils drastischen Einschnitten des grünen Wahlprogramms auseinandergesetzt zu haben.“ Sie sieht hier eindeutig die Freien Wähler als die bessere Wahl, da hier Nachhaltigkeit mit gesundem Menschenverstand kombiniert werde und alle Bürger mitgenommen werden, nicht nur jene die sich es leisten können. „Für mich ist Orange das bessere Grün“, bekräftigt Altgeld.

Zusammenfassend plädiert Altgeld für einen Wechsel und eine kritische Hinterfragung des Status Quo in Berlin: „In der Wirtschaft sagt man gerne, dass Wettbewerb das Geschäft belebe. Ähnlich sehe ich dies im politischen Zusammenhang. Eine neue Kraft der Mitte wird unserer Demokratie guttun und einen essenziellen Beitrag dazu leisten, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten, anstatt sie immer mehr zu spalten.“

Pressemitteilung

Freie Wähler Rheinland-Pfalz

Marianne Altgeld. Foto: Freie Wähler

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