Politik | 09.10.2025, 11:21 Uhr

FWM: Weichenstellung für die zukünftige Klimaanpassungsarbeit steht an

Mayen im Klimawandel: Von der Konzepterstellung zur geförderten KAM-Position

Hans-Georg Schönberg – Bildunterschrift: Auf Kreisebene wird ein Anpassungskonzept erarbeitet und Mayen prüft die Umsetzung auf Stadtebene. Diskussion über eine geförderte Klimaanpassungsmanager-Stelle(KAM) stehen an.  Foto: privat
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Mayen. Im Hinblick auf die erwarteten Folgen des Klimawandels plant Mayen konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen. Gleichzeitig wird besprochen, wie diese Maßnahmen künftig auf Stadtebene organisiert werden sollen.

Aktuell erstellt der Kreis Mayen-Koblenz auch für die Stadt Mayen ein erstes Anpassungskonzept für die Folgen des Klimawandels in der Region. Für Mayen stehen dabei – nach dem ersten Zwischenbericht – u. a. die Grundwasser- und Hochwasserproblematik, die Starkregengefahr, vor allem aber die massive Hitzebelastung der Innenstadt – durch die Kessellage noch kombiniert mit der nicht optimalen Frischluftzufuhr aus den Waldzonen im Mittelpunkt. Hier könnten zum Beispiel ein erhebliches Mehr an Entsiegelung, Begrünungsmaßnahmen oder auch der Durchstich durch den Bahndamm in der Finstingenstraße für die Frischluftzufuhr aus dem Barwinkeltal – von den Freien Wählern in Mayen (FWM) seit Jahren gefordert – etwas Entlastung und punktuell, aber ganz konkret Resilienzstärkung in der Kernstadt ermöglichen!

Angesichts dieser großen und nachhaltig durchzuführenden lokalen Zukunftsaufgaben stellt sich dabei nun auch für die zukünftige Arbeit der Stadtverwaltung Mayen im Bereich Klimaanpassung die Frage, ob die Einrichtung einer geförderten „Managerstelle“ für die Aufgabe „Klimaanpassung in Mayen“ sinnvoll ist. Für die ersten beiden Jahre erhielte die Stadt wohl nicht zuletzt aufgrund ihrer desolaten Finanzlage eine vollständige Förderung für eine solche Stelle. Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager (KAM) koordinieren vor allem die strategische Verankerung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Kommunen und in deren Verwaltungen, indem sie z. B. ein bestehendes Klimaanpassungskonzept erstellen, es umsetzen und es ggf. weiter fortschreiben, dabei etwaige Risiken bewerten, die entsprechenden Fördermittel akquirieren, Netzwerke bilden und ausbauen sowie Kommunikation mit Politik, Bürgern und Unternehmen plus Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Zu ihren Aufgaben gehören darüber hinaus die Integration von Anpassungsmaßnahmen in die kommunale Planung, aber auch die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zum Klimawandel/zur Klimaanpassung und die Beratung von zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Die Freien Wähler Mayen (FWM) haben immer wieder betont, dass in Mayen deutlich mehr Klimaanpassung vorgenommen werden muss. Besonders die Kessellage der Stadt macht solche Maßnahmen im Stadtkern generell nötig. Aber auch ein Mehr an Begrünung im gesamten Kernbereich erscheint angesichts der zunehmenden Hitzebelastung dringend notwendig.

Nachbarstädte machen es hier mit begrünten Ruheoasen und verstärkter Baumanpflanzung Mayen durchaus vor! Wesentlich für die FWM ist deshalb auch die Frage, wie zukünftig konkret die Umsetzung von Maßnahmen der Klimawandelanpassung in Mayen gestaltet und organisiert werden soll. Hier erscheint die Einrichtung einer KAM-Stelle durchaus als ein positiver und erfolgversprechender Weg!

Pressemitteilung FWM

Hans-Georg Schönberg – Bildunterschrift: Auf Kreisebene wird ein Anpassungskonzept erarbeitet und Mayen prüft die Umsetzung auf Stadtebene. Diskussion über eine geförderte Klimaanpassungsmanager-Stelle (KAM) stehen an. Foto: privat

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