Politik | 11.12.2017

Breite Ratsmehrheit stimmte für das Konzept Bitburger Bierhaus

Mayens Altes Rathaus wird künftig gastronomisch genutzt

Am äußeren Gesamteindruck des denkmalgeschützten Alten Rathauses wird sich durch die gastronomische Nutzung nichts ändern und auch das Trauzimmer im Obergeschoss bleibt erhalten. WE

Mayen. Die Tage der Tourist-Information im Alten Mayener Rathaus dürften gezählt sein. Eine breite Mehrheit des Stadtrates beschloss bei 5 Gegenstimmen eine künftige gastronomische Nutzung des Gebäudes nach dem Bierhaus-Konzept der Bitburger Braugruppe, das kürzlich im Haupt- und Finanzausschuss öffentlich vorgestellt wurde. Die Verwaltung wurde beauftragt, ihre Verhandlungen mit den Geschäftsführern Michael Müller und Marco Raskob von der M&R Gastro GmbH fortzusetzen. Angestrebt werden soll dabei, schon bis zur nächsten Ratssitzung eine finale Entscheidung möglich zu machen. Dem Beschluss war eine vielfach sehr emotional-engagiert geführte Diskussion vorangegangen.

Das Konzept der künftigen Nutzung beinhaltet folgende Eckpunkte: 1. Die Gebäudehülle erfährt keinerlei Veränderungen. 2. Die Repräsentationsräume im 1. OG bleiben im direkten Zugriff der Stadt Mayen, es werden lediglich die Toiletten mitbenutzt sowie der Lagerraum als Personalaufenthaltsraum. 3. Neben dem Ausschank im Erdgeschoss soll noch ein Teil des Marktplatzes als Außengastronomie genutzt werden. 4. Boden, Wandvertäfelung, Kamin, Innentreppe sowie die Decke bleiben im Erdgeschoss unverändert, wodurch der besondere Charakter im Inneren erhalten bleibt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Mauel verwies gleich eingangs der Diskussion auf die unterschiedlichen Meinungen innerhalb seiner Fraktion, aus der bei der Abstimmung später alle fünf Gegenstimmen kamen. Er selbst zeigte sich überzeugt, dass Investoren unter Aufwendung eines eigenen sechsstelligen Geldbetrages ihre wirtschaftlichen Ziele erreichen werden. Eine weitere Belebung des Marktplatzes ist im Interesse aller und die Tourist-Information (TI) sei aus seiner Sicht dort nie optimal untergebracht gewesen. Man möge heute zu einer Entscheidung kommen und damit nicht im Frühjahr erneut beginnen.

Rolf Schäfer stellte für die SPD-Fraktion klar, dass man schon lange für eine Umnutzung eintrete, bei frühen Abstimmungen überstimmt wurde und daher der FDP zu danken sei, die das Thema erneut aufgegriffen habe. Im übrigen ist die Genovevaburg ursprünglich auch nicht als Festspielort gebaut worden, stellte Schäfer abschließend fest. Natascha Lentes begrüßte als Fraktionsvorsitzende der Grünen die künftige Nutzung des Alten Rathauses durch die Bürger und lehnte nach dem Beschluss im April 2015 einen geeigneten Investor für die gastronomische Nutzung zu suchen eine neue Grundsatzdiskussion ab.

Es wird gut, war das Gefühl von Christoph Rosenbaum, der den Argumenten seiner Fraktionskollegen nur ungern widersprach, die Ablehnung weitgehend bei älteren Menschen identifiziert während es von jüngeren eher als Zukunftsprojekt begrüßt würde. Der Unternehmer Rosenbaum empfindet die Reaktion „nur nichts wagen“ häufig als typisch für Mayen und die TI kann an anderer Stelle ebenso gut wirken.

Die Freien Wähler verfolgen eine solche Nutzungsänderung schon sehr lange, freute sich Fraktionsvorsitzender Georg Schönberg über die jetzige Gelegenheit, der sogar der Denkmalschutz zugestimmt hat. Marika Kohlhaas erinnerte daran, dass für die Unterbringung der TI sogar schon ein Neubau im Raum stand, weil beim Alten Rathaus keine Parkplätze vorhanden sind und auch ein Fußweg für Busgäste oftmals ungünstig.

Oberbürgermeister Treis erklärte, dass für die TI jetzt nach einem geeigneten Standort im Bereich der Brückenstraße gesucht würde, nicht zuletzt um dort eine verbesserte Frequentierung durch die 20-25 Tsd. jährlichen Besucher der TI zu erreichen. WE

Am äußeren Gesamteindruck des denkmalgeschützten Alten Rathauses wird sich durch die gastronomische Nutzung nichts ändern und auch das Trauzimmer im Obergeschoss bleibt erhalten.Foto: WE

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