Politik | 27.12.2023

Verkehr im Mittelrheintal: Verschiebung der Lärmschutzmaßnahmen an Bahnstrecke wohl nicht möglich

MdB Rudolph: Ministerium und Bahn in der Verantwortung

Thorsten Rudolph hatte Bundesverkehrsministerium und Bahn gebeten, zu prüfen, ob man die Lärmsanierung im Mittelrheintal aufgrund der zeitgleich stattfindenden Sanierung der Lahnhochbrücke verschieben kann. Laut Angaben des Ministeriums und der Bahn ist dies aber nicht möglich. Quelle: Marcus Brodt

Koblenz. Um die Verkehrssituation im Mittelrheintal während der Sanierung der Lahnhochbrücke zu entschärfen, hatte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph beim Bundesverkehrsministerium und bei der Bahn angefragt, ob es nicht möglich sei, den für 2024 vorgesehenen Bau von Lärmschutzwänden an der Bahnstrecke im Mittelrheintal, der mit der temporären Sperrung eines Gleises einhergeht, auf 2026 zu verschieben. Denn für 2026 ist ohnehin die Generalsanierung der Strecke zwischen Wiesbaden und Koblenz geplant. Die Lärmsanierung im Rahmen der Generalsanierung durchzuführen, ist aber laut Bundesverkehrsministerium und Deutscher Bahn AG nicht möglich. Dies geht aus den Antwortschreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs des Ministeriums, Michael Theurer, und des Konzernbevollmächtigten der Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Vornhusen, an MdB Rudolph hervor. „Das ist aus meiner Sicht enttäuschend“, erklärt Rudolph. „Gerade wegen der vorgesehenen Sperrung der Lahnhochbrücke wäre es hilfreich gewesen, wenn zumindest der Bahnverkehr ohne Einschränkungen hätte laufen können.“

In dem Schreiben des Ministeriums wird darauf hingewiesen, dass laut der DB Netz AG im Rahmen der Generalsanierung in der zweiten Jahreshälfte 2026 viele Brücken, Oberbauten und Stellwerke erneuert werden müssten. „Aufgrund des engen Zeitplans und des hohen Umfangs der Arbeiten für diesen Korridor ist es nach Einschätzung der Vorhabenträgerin jedoch erforderlich, dass der Bau der Schallschutzwandmaßnahmen im Rahmen der freiwilligen Lärmsanierung in Lahnstein und Braubach sowie in weiteren Ortschaften zuvor abgeschlossen ist“, erklärt Staatssekretär Theurer in seiner Antwort an Rudolph. Des Weiteren heißt es in dem Schreiben: „Eine Verschiebung des Baus der Schallschutzwände mit Blick auf bereits gebundene Verträge könnte sich darüber hinaus schädlich auf die Finanzierung der Lärmsanierungsmaßnahmen im Mittelrheintal auswirken.“

Theurer versicherte aber, dass Lärm- und Brückensanierung von DB AG, Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Nord (SPNV Nord) und Landesbetrieb Mobilität (LBM) „bestmöglich aufeinander abgestimmt“ werden würden, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Aussagen, die Thorsten Rudolph sehr genau zur Kenntnis nimmt. Er sagt: „Vonseiten politisch Verantwortlicher wie dem Landtagsabgeordneten Roger Lewentz, VG-Bürgermeister Mike Weiland und auch mir sind mehrere Vorschläge an das Ministerium und die Bahn herangetragen worden, um die Belastungen für die Bevölkerung zu minimieren, die aber letztlich alle nicht aufgegriffen wurden. Am Ende bleibt nur zu akzeptieren, dass das Verkehrsministerium und die Bahn hier zuständig und verantwortlich sind und dass sie ihre Entscheidung getroffen haben. Ich kann deshalb nur hoffen, dass die Auswirkungen tatsächlich geringer sein werden als befürchtet.“

Pressemitteilung des

Büro von Dr. Thorsten Rudolph

Thorsten Rudolph hatte Bundesverkehrsministerium und Bahn gebeten, zu prüfen, ob man die Lärmsanierung im Mittelrheintal aufgrund der zeitgleich stattfindenden Sanierung der Lahnhochbrücke verschieben kann. Laut Angaben des Ministeriums und der Bahn ist dies aber nicht möglich. Quelle: Marcus Brodt Foto: Marcus Brodt

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