Verbot von Backpulver im Weinbau sorgt für großen Ärger beim Abgeordneten
MdL Oster fordert: Moselwinzer nicht weiter belasten
Kreis Cochem-Zell. Backpulver ist im Weinbau längst ein beliebtes Mittel, um der Pilzkrankheit Echter Mehltau vorzubeugen. Neben seiner Effektivität besticht es dadurch, dass es preiswert und einfach in der Handhabung ist. Außerdem überzeugt es durch Umweltverträglichkeit sowie durch vollständige Unbedenklichkeit für Mensch, Tier und Natur.
„Nun soll Backpulver im Weinbau verboten werden – mit der fragwürdigen Begründung, dass ein Unternehmen aus Baden-Württemberg ein Pflanzenschutzmittel auf den Markt bringen will, das fast vollständig aus Backpulver besteht“, moniert der Cochem-Zeller Landtagsabgeordnete Benedikt Oster verärgert. Die wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Unternehmens – so die Kritik Osters – seien offenbar wichtiger als der Erhalt der jahrhundertealten Weinbautradition, die das Moselland wie viele Regionen Südwestdeutschlands präge.
„Gerade der Steillagenweinbau, der sehr aufwändig ist und viel Handarbeit erfordert, steht derzeit ohnehin schon sehr vielen Herausforderungen gegenüber. Die jetzige Nachricht vom Backpulververbot ist im negativen Sinne das i-Tüpfelchen“, sagt der Abgeordnete. Um das Verbot noch zu verhindern, hat er sich mit einem Brandbrief an die rheinland-pfälzische Europaabgeordnete Katarina Barley sowie die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland gewandt. Darin fordert er, das „widersinnige Verbot“ aufzuheben. Auslöser des Unmuts bei den Winzern der Region und damit auch bei Oster ist das EU-Recht, auf dessen Grundlage die Verwendung von Backpulver vor dem Aus steht. „Wenn die Pläne der EU rigoros durchgesetzt werden, gibt es auf allen Seiten nur Verlierer. Die Winzer müssen Mehrkosten stemmen, wenn sie keinen massiven Ernteausfall auf sich nehmen wollen. Die Konsumenten werden dies durch Preissteigerungen zu spüren bekommen und den Steillagenweinbau plagt eine weitere Hürde“, blickt Oster voraus. Daher dränge er weiter auf eine praxisfreundlichere Lösung: „Wir dürfen die Moselwinzer nicht weiter belasten.“
Pressemitteilung des
Büro von Benedikt Oster
