SPD im Kreis Neuwied
MdL Sven Lefkowitz zieht Kandidatur zurück
Lana Horstmann und Jürgen Hühner wollen das Direktmandat
Kreis Neuwied. Mit lediglich einer bzw. ohne Gegenstimme schickte die SPD-Wahlkreiskonferenz am Freitag Lana Horstmann bzw. Jürgen Hühner in den Wahlkampf um die Direktmandate in den Wahlkreisen IV. (Neuwied, Puderbach und Dierdorf) und III. (Linz, Rengsdorf) zu gewinnen. Die eigentliche Überraschung war der Verzicht von MdL Sven Lefkowitz als A-Kandidat. Er steht lediglich für den äußerst unwahrscheinlichen Fall zur Verfügung, dass Lana Horstmann ausfällt. Als B-Kandidat im Wahlkreis IV. entfielen 22 Ja und 5 Nein Stimmen auf Sven Lefkowitz. Der SPD-Fraktionschef im Neuwieder Stadtrat zieht damit die Konsequenzen aus dem Amtsenthebungsverfahren von Bürgermeister Michael Mang. „Die Vergangenheit lähmt auf dem Weg in die Zukunft, hier und heute muss der Aufbruch gelingen. Es geht um Landes- und nicht um Stadtpolitik“, sagte Sven Lefkowitz. Als Fraktionschef stelle er sich der Verantwortung. Mit Hinweis auf die Grundwerte der SPD „Keinen Schritt nach rechts“ rechtfertigte Sven Lefkowitz den von seiner Fraktion gestellten Abwahlantrag. Sozialdemokratie, so der Heddesdorfer, heiße nicht, die Verteidigung von Posten und Ämtern. Die Genossen goutierten seinen Mut, persönliche Ansprüche hinter das Wohl der Partei zu stellen, mit stehenden Ovationen. Auch weil er ankündigte, mit Lana Horstmann als Team gemeinsam kämpfen zu wollen. „Sie hat das Format und die Kompetenz, das Mandat auszuüben“, zeigte sich Sven Lefkowitz zuversichtlich. Davon, dass Lana Horstmann das Direktmandat gewinnt, ist der SPD-Fraktionsvorsitzende überzeugt. „Ich habe Lust und ich freue mich drauf, den Wahlkreis IV zu wuppen“, kündigte die 33-Jährige aus Oberbieber an. „Mit Menschen und für Menschen zu arbeiten“, nannte Lana Horstmann als ihre persönliche Motivation für die Bewerbung um das Mandat. „Ich habe in der Jugend- und Azubivertretung früh erlebt, wie schön Mitbestimmung ist“, sagte die seit 2014 freigestellte Betriebsrätin bei Rasselstein. In dieser Position ist sie mit den Kollegen europaweit vernetzt. Wie Sven Lefkowitz („Rheinland-Pfalz liegt bundesweit auf Rang drei) ist Lana Horstmann überzeugt, dass es sich im Land und vor Ort in Neuwied gut und gern leben lässt. Die Menschen wüssten das. „Die Sozialdemokratie in Rheinland-Pfalz hat es drauf“, unterstrich die Kandidatin. Miteinander und gemeinschaftlich sind ihr wichtig. 2009 schloss sich Lana Horstmann der SPD an und ist seit 2018 die Stadtverbandsvorsitzende. Seit 2014 gehört sie dem Neuwieder Stadtrat an. Dagegen erst seit zwei Jahren ist Jürgen Hühner SPD-Mitglied. Allerdings sitzt er seit 20 Jahren für die SPD in verschiedenen Ausschüssen. Als Jung vom Dorf, offen und ehrlich, stellte sich der selbstständige Gastronom (Malberg Hütte) und ehrenamtliche Richter am Arbeitsgericht Koblenz vor. Seine Motivation ist es, politische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Soziale Verankerung sei ihm wichtig. „Ich weiß, was die Bürgerinnen und Bürger bewegt“, sagte Jürgen Hühner. Mehr wir und weniger ich ist sein Credo. „Ich bin ein Verfechter der Gemeinschaft, Erfolg kann man nur gemeinsam haben“, so der Kandidat. Das sieht B-Kandidatin Marie-Christin Schlüter, die an diesem Abend als einzige 100 Prozent Zustimmung bekam, genauso. „Ich möchte die Politik jünger und weiblicher machen“, kündigte das Juso-Mitglied an. Zuhören, in Kontakt bleiben und für den Bürger da sein, hat sich die junge Frau auf die Fahnen geschrieben. Den persönlichen Kontakt zu den Bürgern schrieb auch Alexander Schweitzer den Genossen ins Stammbuch. „Dafür steht die Sozialdemokratie in Rheinland-Pfalz“, sagte der SPD-Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag. Sein Appell geschlossen für die vorgeschlagenen Kandidaten zu stimmen, ein Nein wäre unsolidarisch und sollte stattdessen im persönlichen Gespräch geklärt werden, ging weitestgehend auf.
FF
Jürgen Hühner möchte politische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und stellt sich im Wahlkreis Linz zur Wahl.
Mit nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wählten die Genossen Lana Horstmann zur Landtagskandidatin im Wahlkreis Neuwied.
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