Erftverband und Gemeinde schließen Verwaltungsvereinbarung
Mehr Natur für den Orbach
Swisttal-Ludendorf. Frohe Gesichter im Rathaus: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Erftverband für unsere Bürgerinnen und Bürger das Projekt einer ökologischen Aufwertung des Orbachs angehen können. Es ist ein bedeutendes und anspruchsvolles Projekt in der Mitte von Odendorf“, äußert sich zufrieden Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Bereits seit Anfang der 90er Jahre ist die Gemeinde bestrebt, die städtebaulich nicht zufriedenstellende Situation im Ortskern zu verbessern und attraktiver zu gestalten. „Dies ist sicher eines der interessantesten und anspruchsvollsten Bauprojekte, die der Erftverband realisieren möchte“, erklärte Norbert Engelhardt, Chef des Erftverbandes. „Es ist zu begrüßen, dass das Betonkastenprofil aus den Jahren 1969/1970 geöffnet wird, um dass Gewässer erlebbarer zu gestalten. Allerdings achten wir darauf, dass bei allen Planungsentscheidungen das bestehende Hochwasserschutzniveau erhalten bleibt.“
Ein Bauprojekt dieser Größenordnung ist nur realisierbar, wenn entsprechende Fördermittel zur Verfügung gestellt werden. Der Erftverband und die Gemeinde Swisttal haben sich daher im Vorfeld mit einer Machbarkeitsstudie an die Bezirksregierung Köln als Fördermittelgeber gewandt. Dort kam man zu einem durchaus positiven Ergebnis, das heißt dass eine Förderung grundsätzlich möglich sei. Für die rein städtebaulichen Punkte wird die Gemeinde Fördermittel aus den Programmen der Städteförderung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Bezirksregierung Köln beantragen.
Mit der jetzt im Rathaus unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung legten der Erftverband und die Gemeinde Swisttal die weitere Kooperation fest. Der Erftverband wird in einem ersten Schritt ein Ingenieurbüro mit der Erarbeitung der Planung des Gewässerausbaus sowie der städtebaulichen Interessen der Gemeinde beauftragen. Dazu werden Erftverband und Gemeinde eine Steuerungsgruppe bilden.
Die wichtigsten Ziele der Neugestaltung des Orbachs sind die Schaffung eines ungehindert passierbaren aquatischen Lebensraumes im Längsverlauf des Baches; die Schaffung besiedelbarer Sohlsubstrate mit einer Verbesserung des Lebensraumes unterhalb der Bachsohle; eine strukturelle amphibische Verbesserung sowie eine strukturelle Verbesserung außerhalb des Profils, das heißt die Anpflanzung von Gehölzen und damit auch eine Beschattung des Baches.
Städtebaulich soll der Bereich des Baches wieder ein Kommunikationsort mit Aufenthaltsqualität und der Erlebbarkeit und Zugänglichkeit des Gewässers werden.
Rund 700 Meter beträgt die Betonrinne im Ortskern, in Fließrichtung rechtsseitig soll die Böschung abgeflacht werden. Auch die Brücken sind dort in die Jahre gekommen. „Da müssen wir wohl auch einige Sanierungsarbeiten ins Auge fassen“, erläutert Jürgen Funke, Fachbereichsleiter III/Gemeindeentwicklung.
„Die Odendorfer nehmen den Orbach in der Betonrinne doch gar nicht mehr wahr“, so die Bürgermeisterin, „dies wird dann hoffentlich wieder anders.“
Die Planung und Umsetzung so eines Vorhabens sei allerdings nicht von heute auf morgen umsetzbar, weisen die Fachleute vom Erftverband auf die vielen kleineren und größeren möglichen Schwierigkeiten hin. Wenn keine gravierenden Probleme auftauchen, die Fördergelder bewilligt werden und auch die Anwohner mitziehen, könnten in drei Jahren die ersten Baumaschinen anrollen, geben die Fachleute vom Erftverband eine erste Prognose ab, bevor dann beide Seiten zügig die Kooperationsvereinbarung unterzeichnen.
RFW
Der Orbach im Zentrum von Odendorf – eine alte Betonrinne.
Die Planungsbüros Hahn und das Ing.-Büro Fischer fertigten schon 2009 Skizzen an, die einen möglichen Orbachausbau zeigen. Fotos: Archi
Die Renaturierung in der Mitte Odendorfs Mitte soll den Ort verschönern.
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