Grüne im Kreis zum Internationalen Frauentag
Mehr Ratsfrauen als Ratsherren
Kreis Ahrweiler. Im Vorfeld des Internationalen Frauentags haben die Grünen im Kreis Ahrweiler in den Sozialen Medien an einigen sehr unterschiedlichen Beispielen den Alltag von Frauen in unserem konkreten Umfeld beleuchtet. Dabei wurde klar: Ein Anfang ist gemacht, aber es ist noch ein weiter Weg hin zur echten Gleichberechtigung. Solange die Ungleichheit besteht, werden die GRÜNEN im Kreis Ahrweiler den 8. März dazu nutzen, um auf die Missstände hinzuweisen.
Das klare Ziel ist die Gleichstellung der Geschlechter in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, Lohngerechtigkeit, gleiche Berufschancen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Geschlechter sind Werte, die den Weg bestimmen. Die Grünen möchten eine faire Verteilung der Einkommen, der Sorgearbeit und der Einflussmöglichkeiten zwischen Frauen und Männern erreichen und alte Rollenmuster ablegen. Um die Lohnlücke zu schließen, werden die Grünen sich über den Bundesrat für ein wirksames Entgeltgleichheitsgesetz einsetzen. Flexiblere Arbeitszeitmodelle können Frauen und Männer dabei unterstützen, sich die Sorge für ihre Familie und eine Erwerbstätigkeit partnerschaftlich zu teilen.
Beim Blick auf die Ratsarbeit und die Wirtschaft haben die Grünen ebenfalls ein klares Ziel: 50 Prozent Frauen in Parlamenten, Aufsichtsräten, Regierungen und Chef*innenetagen. Im Kreis Ahrweiler bilden die Grünen durch den hohen Frauenanteil in den Fraktionen das Verhältnis der Bevölkerung (51% Frauen, 49% Männer) exakt ab. Damit unterscheiden sich die Grünen deutlich von den anderen Parteien. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer langjährigen Frauenpolitik. Dazu haben die Grünen ein Frauenstatut verabschiedet, in dem unter anderem festgeschrieben ist, dass „… alle Gremien … mindestens zur Hälfte mit Frauen zu besetzen“ sind. Weil die Grünen das ernst nehmen, führt das dazu, dass im Kreis Ahrweiler 51% der Sitze in den Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen von Frauen besetzt sind. Damit sich die Aufteilung der Aufgaben in anderen Parteien, aber auch in den Führungsriegen der Wirtschaft ändert, setzen die Grünen sich ein für ein wirksames, verfassungskonformes Paritätsgesetz mit verbindlichen Vorgaben.
Ein weiterer Aspekt ist die faire Entlohnung. In sozialen Berufen, zum Beispiel in der Pflege oder Erziehung, liegt der Frauenanteil in Deutschland bei bis zu 80 %. Diese Arbeit geht oft einher mit prekären Beschäftigungsverhältnissen und schlechter Bezahlung. Die Grünen unterstützen deshalb die Gewerkschaften in ihrer Forderung, die Tarifbindung zu stärken sowie die Einkommen und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Nicht zuletzt wollen die Grünen die Frauen auch bei der Gründung von Unternehmen fördern, da Gründerinnen deutlich unterrepräsentiert sind. Die Grünen wollen darum in Rheinland-Pfalz ein Gründerinnenzentrum einrichten und einen Gründerinnenpreis ins Leben rufen.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
Kreisverband Ahrweiler
