Politik | 21.02.2023

Stellungnahme der Partents for Future Bornheim/Swisttal/Weilerswist zur geplanten Autobahnquerung „Rheinspange A553“

Menschen benötigen keine neuen Autobahnen, sondern bezahlbare und komfortable Alternativen zum Auto

Region. Nun also ist es offiziell: Die Autobahnquerung Rheinspange, welche die linksrheinische Autobahn A555 mit der rechtsrheinischen A559 verbindet, wird trotz weitreichender Proteste aus der Bevölkerung gebaut. Von den insgesamt zwölf Varianten, die zur Debatte standen, hat sich die Autobahn GmbH für die Tunnelvariante 6a entschieden. Hiermit versucht sie, Konflikte mit den Gegnern des Projekts zu umgehen, da die sogenannte Tunnellösung keine offensichtlichen Eingriffe in Naturschutzgebiete oder Umsiedlungen erfordert. Was auf den ersten Blick wie ein guter Kompromiss ausschaut, ist jedoch in Wirklichkeit eine Mogelpackung. Die mit geplanten 1,145 Milliarden teuerste der zwölf möglichen Varianten wird frühestens 2036 fertiggestellt sein. Ob der Zeitplan tatsächlich eingehalten werden kann und wie sich die Kosten bis dahin entwickeln, ist ungewiss. Zudem bedeutet die Schonung von Naturschutzgebieten nicht, dass durch ein derartiges Großprojekt nicht immenser Schaden am Ökosystem angerichtet wird. Denn auch bei der Tunnellösung kommt es zu neuem Flächenfraß mit der dazugehörigen Bodenversiegelung. Umfangreiche Straßenbauten für Zu- und Abfahrten direkt am Tunnel und der weiteren Umgebung verringern die Lebensqualität für viele Menschen zwischen Bonn und Köln.

Dennoch verkaufen Politik und Autobahn GmbH den Bau der Rheinspange als Investition in den Umweltschutz. Durch flüssigeren Verkehr und weniger Stau würden Tonnen von CO2 eingespart. Mit diesem Statement lenken die Verantwortlichen von den Ergebnissen zahlreicher Studien ab, die belegen, dass der Ausbau von Autobahnen stets zu mehr statt weniger Verkehr geführt hat. Was sich zunächst wie ein Paradoxon anhört, folgt im Grunde einer ganz einfachen Logik: Die kurzfristige Entspannung auf den Straßen, führt dazu, dass die Nutzung des Autos für viele Menschen wieder attraktiver wird, d.h. durch die Erweiterung des Angebots wird neuer Autoverkehr erst geschaffen. Die Parents for Future Bornheim/Swisttal/Weilerswist bedauern außerordentlich, dass die Politik ihre Verantwortung für eine gesunde Umwelt für die Bevölkerung und die nachfolgenden Generationen außer Acht lässt, indem sie sich mit dem Bau der Rheinspange gegen eine dringend notwendige Verkehrswende entscheidet. Statt die Rekordsumme von über 1,1 Milliarde Euro in den Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs sowie die Radwegeinfrastruktur zu investieren, wird mit dem Bau der Rheinspange eine längst überholte Verkehrsplanung zementiert. Die Menschen benötigen keine neuen Autobahnen, sondern bezahlbare und komfortable Alternativen zum Auto. Nur so kann die Verkehrswende gelingen!

Pressemitteilung Parents

for Future Bornheim/

Swisttal/Weilerswist

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