Politik | 07.01.2025

Bendorfer Stadtrat stimmte Vorhaben zu, da die Verwaltung fristgerecht Anträge gestellt hatte - Freibad in Sayn wird laut Wirtschaftsplan 2025 ein Minus von fast 340 000 Euro machen

Millionen Euro an Förderungen und Zuschüssen

SymbolbildQuelle: pixabay.com

Bendorf. Das Freibad in Sayn dürfte in diesem Jahr ein Minus von fast 340.000 Euro machen. So steht es im Wirtschaftsplan der Stadtwerke Bendorf, den der Erste Beigeordneter Peter Schneider dem Stadtrat bei dessen letzter Sitzung im vergangenen Jahr zur Abstimmung vorlegte. Im Schwimmbadplan sind Aufwendungen von über 571.000 Euro angesetzt, denen Einnahmen von etwa 232.000 Euro (davon 100.000 Euro Eintrittsgelder) gegenüberstehen.

Da aber Gewinne für Wasserwerk von über 8000 Euro, für Abwasserwerk 96.000 Euro und für die Servicebetriebe mehr als 52 000 Euro ausgewiesen sind, geht alles mit Null aus und der Stadtrat genehmigte den Wirtschaftsplan 2025 einstimmig.

Zuvor hatte Bürgermeister Christoph Mohr bei den Mitteilungen der Verwaltung erklärt, dass es eine hohe Förderung durch das Programm „Städtebauliche Erneuerung Modellvorhaben Innenstadt-Impulse“ gibt. Da die Verwaltung den Antrag fristgerecht eingereicht hatte, werden die Gesamtkosten von knapp 528.000 Euro mit 475.000 Euro bezuschusst, also rund 90 Prozent. Damit soll ein mobiler grüner Stadtgarten, die Grüne Entdeckerlounge am Bendorfer Kirchplatz, realisiert werden. Weitere Maßnahmen sind Zuschüsse zur Anmietung von Ladenlokalen sowie die Entwicklung von Gestaltungselementen an von Leerstand betroffenen Fensterfronten.

Da die Stadtverwaltung Bendorf auch den Förderantrag für die kommunale Wärmeplanung im Jahr 2023 fristgerecht eingereicht hatte, gibt der Bund maximal 97.400 Euro Projektförderung, also 100 Prozent, weil Bendorf eine finanzschwache Kommune ist. So kann die Verwaltung das Vergabeverfahren starten und das Ergebnis dem Rat Ende Januar vorlegen.

Auf Fillingers Eck sollen eine feste, intelligente Ampelanlage an der Kreuzung Engerser Landstraße/Koblenz-Olper-Straße sowie an der Kreuzung Weiser Straße/Engerser Landstraße schnellstmöglich installiert werden, beschloss der Stadtrat einstimmig. Die erprobte sensorgestützte Schaltung sowie bedarfsorientierte Fußgängerampeln sollen berücksichtigt werden, heißt es.

Dafür ist aber nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Mobilität (LBM) zuständig, der aber die Vorschläge berücksichtigen will.

Die Kosten für den Um- und Ausbau der Hauptstraße werden wohl bei 4 Millionen Euro liegen, wobei Bendorf etwas mehr als 246.000 Euro zahlen müsste. Alles andere wird durch Förderungen und Zuschüsse gedeckt, wobei der Landesbetrieb Mobilität federführend ist.

Daher beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, die vorgestellte Planung sowie eine Kosten- und Durchführungsvereinbarung mit dem LBM zum Abschluss zu bringen.

Bürgermeister Mohr mahnte zur Eile: „Wir warten schon 3 Jahre, da der Zustand des Kanals in der Hauptstraße so schlecht ist, dass er dringend erneuert werden muss.“ Grund für die Verzögerung ist, dass beim LBM akuter Personal- und Zeitmangel herrscht. HEP

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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Von Stadtverwaltung Bendorf aus Bendorf

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