Politik | 26.10.2023

Leserbrief zur Novellierung des Landesjagdgesetz RLP

„Ministerin Eder und Ihr Ministerium sind auf den Holzweg!“

Stärke ist, Fehler zu erkennen, zu revidieren und auf die betroffene Basis ein bisschen zu hören. Wenn ich die flache Argumentation lese, mit allen populistischen Schlagworten, die heute zu diesem Thema die breite Öffentlichkeit erreicht, ist dies einem Landesministerium inkl. der Führung nicht würdig!

In der Begründung zum Sinn einer Novellierung des Landesjagdgesetzes wieder immer von moderner und zukunftsorientierter Notwendigkeit berichtet. Was aber nicht gestattet wird, ist der Sachverstand der Gruppierungen, die das Gesetz und seine Novellierung betrifft. Das sind nämlich die Mehrheiten der Grundstückseigentümer, die Jagdgenossenschaften, die Waldbesitzer, die Jäger, die Landwirte, die Winzer sowie die Kommunen und Verbraucher des Lebensmittels Wildbret selbst.

Nein, stattdessen hören die Ministerin Eder auf Minderheiten, die das Ministerium führen und ihren Einfluss letztlich hierarchisch mehren wollen.

Wenn ich lese, jeder Verband werde um Stellungnahme gebeten und die Wertung obliege dem Ministerium, sehe ich keine Objektivität. Nein, sogar das Gegenteil ist der Fall. Jeder scheinbare Fachverband, sei er noch so klein, darf sich mit den großen Fachverbänden auf eine Stufe gestellt sehen, siehe den ÖJV. Sollte sich jeder „Hegering Fachverband“ nennen und eine Stellungnahme abgeben können? Entspricht dies einer Mehrheitsdemokratie? Nein! Nur wenn die Stellungnahmen nach den Regeln des Proporzes berücksichtigt würden, können die Einwände objektiv und demokratisch bewertet werden.

Was mich an der populistischen Berichterstattung seitens der Befürworter zur Erneuerung des Landesjagdgesetzes gänzlich stört, ist, dass es Inie um die Sache geht. Es werden oberflächliche Schlagworte genutzt, um der Öffentlichkeit das irreführende Gefühl zu geben und sich fragen zu müssen, was wollen die Jäger und Grundstückseigentümer denn überhaupt - es ist doch ein toller Entwurf. Eigentlich wollen diese Gruppen nur, dass die bewährte Gesetzgebung so weitergeführt wird wie es 2010 ausgehandelt wurde und mit all seinen Ergänzungen bis heute erfolgreich gelingt. Wir haben in unserem Land wirklich andere Aufgaben zu lösen, als neue Konfliktebenen zwischen Staat/Verwaltung und Bürgern aufzubauen. Der Gesetzgeber sollte sich besser ernsthaft mit dem Abbau der Bürokratie beschäftigen, als nur darüber zu reden.

Mich stört weiterhin die Anonymität der Leserbriefe und Berichterstattungen. Beispiele hierfür sind oft Leserbriefe bei denen man die Motivation nicht versteht. Wie soll die Öffentlichkeit werten und verstehen, wenn sie nicht mitgeteilt bekommt, wer diesen Bericht verfasst hat. Diese Autoren bleiben anonym und sagen nichts zu Ihrer Person oder ihrem Sachverstand. Oft verstehe ich diese Leserbriefe als Parteipolitisch motiviert, ohne die Sache zu analysieren.

Zu meiner Person, ich bin Grund- und Waldbesitzer, habe staatliche Prüfungen in Bereich Jagd und Fischerei abgelegt, bin kommunalpolitisch als Ortsvorsteher und Stadtrat für die CDU tätig und habe beruflich als Zimmerermeister mein bisheriges Leben mit dem wunderbaren Rohstoff Holz verbracht. Jetzt kann jeder selbst werten, ob ich Sachverstand zu diesem Thema haben könnte.

Ich sage: Unsere Ministerin Eder und Ihr Ministerium sind auf dem Holzweg. Die Verantwortlichen sollten politische Größe zeigen und diesen Entwurf in die Tonne kloppen. Ein bewährtes Reviersystem gesetzlich zu zerstören ist alles, nur nicht zukunftsorientiert!

Volker Holy, Löhndorf

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
25

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
446

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
426

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige