Leserbrief zur Corona-Lage in Hotellerie, Gastro und Einzelhandel
Mit dem „Nichtstun“ geht es so nicht weiter
DEHOGA-Vorsitzender wünscht sich weniger Verbote,
mehr Perspektiven und Eigenverantwortung
Kreis Ahrweiler. Der Lockdown mit seinen Einschränkungen führt zunehmend zu Frust und Unverständnis. Das ist nichts Neues für Sie, klar. Ich unterstütze ausdrücklich den Vier-Stufen-Plan von Gereon Haumann, DEHOGA Rheinland Pfalz. Voraussetzung ist dafür, dass die Entscheidungsträger in Bund und Ländern ihre Einstellung zum Umgang mit der Pandemie ändern. Nicht den Fokus nur auf das Impfen und die Einschränkung richten, denn die steigenden Infektionszahlen zeigen deutlich, dass andere Maßnahmen notwendig werden. Ich denke, ein Umgang mit dem Coronavirus wie mit dem Grippevirus ist zukunftsgerichtet richtig. D. h. das Durchimpfen der vulnerablen Gruppen ist ganz wichtig, und die Bevölkerung muss sich auf ein Leben mit dem Virus einrichten. Impfung, verschiedene Testvarianten, Medikamente, Luftfilter, Vorsorgemaßnahmen etc. müssen das Öffnen der Wirtschaft unter Auflagen ermöglichen. Dazu muss die Kommunikation durch die Politik geändert werden – weniger Verbote, mehr Perspektiven und Eigenverantwortung. Und das so schnell wie möglich. Es eilt. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung spätestens an Ostern die starken Einschnitte im Freien weiterhin akzeptieren wird. Stress und Gewalt bei Kontrollen werden die Folge sein. Das brauchen wir nicht, das ist vermeidbar.
Günther Uhl
DEHOGA Kreisvorsitzender
