Wählergruppe Remagen war in Unkelbach unterwegs
Mitglieder legen Blumenwiese an
Unkelbach. Die für den Unkelbacher Ortsbeirat kandidierenden WGR-Mitglieder trafen sich in der Wiesenstraße mit dem Vorsitzenden Peter Wyborny, um dort eine Blumenwiese zur Unterstützung der Insekten anzulegen. Vorausgegangen war der gemeinsame Besuch der Unkelbacher Ortsbeiratssitzung, auf der die Örtlichkeit für das Anlegen einer Blumenwiese in Unkelbach ausführlich diskutiert wurde.
„Warum nicht die Blumenwiesen auf städtischem Grundstück durch weitere private Flächen ergänzen?“ fragte sich Detlef Lange. Die Realisierung lediglich einer Blumenwiese in Unkelbach müsste doch privat viel unkomplizierter zu realisieren sein und zu schnelleren Ergebnissen im Sinn der Sache führen. Aber zwischen Theorie und Praxis können bekanntlich Welten liegen. So wurde innerhalb der WGR-Listenmitglieder entschieden: Das probieren wir einmal aus. Schnell war eine Wiese in der Wiesenstraße ausgemacht, nun galt es, die Einwilligung des Eigentümers einzuholen. Nachdem auch diese Hürde genommen war, erfolgte die Aussaat.
Die Wiese ist schon fertig, aber für eine Blumenwiese für Insekten fehlt noch die Artenvielfalt. Hier hatte vor 14 Tagen die Kreissparkasse als Beitrag einen passenden Samen-Mix an alle Haushalte verteilt. Schnell waren diverse Proben aus dem Altpapier beziehungsweise direkt von Nachbarn zur Verfügung gestellt worden, so dass diese dann auf dem Wiesengrundstück verteilt wurden.
Mit der Anfrage beim Eigentümer wurde auch die Erlaubnis eingeholt, nicht nur eine Blumenwiese für Insekten anzulegen, sondern in einem zweiten Schritt auch die zugehörigen Bienen anzusiedeln. So hatte Lange als Überraschung für die WGR-Mitglieder in Vorbereitung des nächsten Schritts bei dem Imker einen Termin vereinbart. Dort lauschten alle gespannt den Ausführungen zu dem beabsichtigten Experiment, Bienen wieder natürlich in einer Klotzbeute auf dieser Wiese anzusiedeln.
Vor der Domestizierung lebten die Bienen in hohlen Baumstümpfen. Bei der Klotzbeute wird diese Idee aufgegriffen und der Bienenstock in einem ausgehöhlten Baumstumpf (Holzklotz) untergebracht. Es soll untersucht werden, ob die so gehaltenen Bienen höhere Widerstandskräfte gegen Schädlinge und Krankheiten entwickeln als wenn der Stock wie sonst üblich in einer klassischen Styroporkiste gehalten wird.
Lange (55, Altenpfleger, Kreisvorsitzender Kaninchenverein) führt die WGR-Liste in Unkelbach an, gefolgt von Hans-Jürgen Michel (52, Schornsteinfegermeister beziehungsweise Automobilkaufmann) und Stefanie Malz (54, gelernte Friseurin). Der Vierte im Bund ist Thorben Weiß (25, Zerspannungsmechaniker), der für Unkelbach nicht kandidieren darf, weil er erst am 1. März nach zwei Jahren aus Oberwinter nach Unkelbach zurückgekehrt ist. Er kann aber über die Stadtratsliste gewählt werden. Weiß möchte sich besonders für die Bedürfnisse der jungen Familien einsetzen. Malz wohnt seit 2010 in Unkelbach und unterstützt als Tierpflegerin die Oase der Entspannung, den Schwanenteich in Bad Bodendorf. Sie züchtet wie Lange und Michel in ihrer Freizeit Kaninchen, hat aber auch gern in der Halle beziehungsweise wie Michel bei den Starkregenereignissen 2010, 2013 und 2016 mit angepackt.
Lange dürfte besonders bei den Senioren in Unkelbach bekannt sein. Er unterstützt den Seniorennachmittag einmal im Monat im Feuerwehrschulungsraum Unkelbach, hilft aber auch beim Seniorennachmittag der Stadt Remagen (einmal im Jahr in der Rheinhalle sowie einmal im Jahr in Unkelbach in der Mehrzweckhalle) gern aus. Pressemitteilung der
Wählergruppe Remagen
