Politik | 02.03.2026, 12:48 Uhr

„Mittelstand erstickt in Bürokratie“

Waren sich einig, dass die abgebaut werden muss: Peter Tsao-Adolphs (rechts) im Gespräch mit Inhaber Johannes SchmidgenFoto: Johannes Schmidgen
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Wassenach. Der FDP-Landtagskandidat Peter Tsao-Adolphs besuchte kürzlich den Landhandel Schmidgen in Wassenach, um sich mit Inhaber Johannes Schmidgen über die aktuelle Situation des regionalen Agrarunternehmens und die massiven Herausforderungen für den Mittelstand auszutauschen. Der in der Verbandsgemeinde Brohltal bekannte und verwurzelte Betrieb ist ein unverzichtbarer Partner der Landwirtschaft vor Ort, versorgt landwirtschaftliche Betriebe mit wichtigen Betriebsmitteln sowie Dienstleistungen und ist ein zentraler Pfeiler der regionalen Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem die massiven Verzögerungen bei behördlichen Genehmigungsverfahren. Konkret wartet das Unternehmen bereits seit November 2023 auf die Baugenehmigung für einen dringend geplanten Erweiterungsbau. Ursache dafür seien langwierige Abstimmungen und zähe Verfahren zwischen Gemeinde, Verbandsgemeinde und den zuständigen Behörden, die dringend notwendige Investitionen schlichtweg ausbremsen. „Wenn Unternehmen über Jahre auf Baugenehmigungen warten müssen, gefährdet das nicht nur Investitionen, sondern auch Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“, machte Inhaber Johannes Schmidgen seinen Unmut deutlich.

Für Peter Tsao-Adolphs, der hauptberuflich als Turnaround-Spezialist mittelständische Firmen berät, ist dieser Fall ein symptomatisches Beispiel für ein strukturelles Problem im Land: „Es ist inakzeptabel, dass Betriebe, die aus eigener Kraft investieren und wachsen wollen, auf dem Flur von Behörden ausgebremst werden. Ich sehe in meinem Beruf täglich, wie Unternehmen unter überbordender Bürokratie und Regulierungen förmlich ersticken“, betonte der liberale Landtagskandidat.

Tsao-Adolphs fordert ein radikales Umdenken in der Verwaltung und verweist auf die konkreten Lösungsansätze der FDP: „Es reicht nicht, in Formularen drei Fragen wegzunehmen. Wenn wir Bürokratie wirklich abbauen wollen, müssen wir radikal neu denken. Wir brauchen durchgehend digitalisierte Prozesse und klare Fristen. Als FDP fordern wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion: Wenn eine Behörde nicht innerhalb von drei Monaten nach Einreichung aller Unterlagen entscheidet, muss ein Bauantrag automatisch als genehmigt gelten. Der Staat muss wieder zum Dienstleister werden, nicht zum Verhinderer.“ Der Besuch machte deutlich: Starke mittelständische Betriebe wie der Landhandel Schmidgen brauchen verlässliche, effiziente und vor allem schnelle Verwaltungsstrukturen, um sich weiterentwickeln und in der Region investieren zu können. „Wir müssen unternehmerische Kräfte endlich wieder freisetzen, indem wir ihnen mehr Gestaltungsräume geben. Nur so sichern wir unseren Wohlstand vor Ort“, schloss Tsao-Adolphs.

Pressemitteilung

FDP Kreis Ahrweiler

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