Politik | 19.12.2019

Staatssekretärin Daniela Schmitt übergibt Förderbescheid für Neuwieder food akademie

Modernisierung der Ausbildungsstätte

(V.li.n.re.) Staatssekretärin Daniela Schmitt, Akademiedirektor Thorsten Fuchs und Jörg Müller, Geschäftsführer und Vizepräsident Bundesverband (BVLH), bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Foto: Wolfgang Tischler

Neuwied. Die Neuwieder food akademie erhält einen Landeszuschuss in Höhe von 2,4 Mio. Euro aus Mitteln des Förderprogramms „ÜBS – Überbetriebliche Berufsbildungsstätten. Zusammen mit einem Zuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Höhe von 5,4 Mio. Euro sowie Eigenmitteln investiert die Neuwieder Bildungseinrichtung insgesamt über 12 Mio. Euro in ein neues Bildungshaus. „Gute Ausbildung braucht gut ausgestattete Bildungszentren“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Es gehe darum, die Ausbildung so attraktiv wie möglich zu gestalten. „Deshalb investiert das Land in die Modernisierung der Ausbildungsstätten. Mit dem neuen, innovativen ‚Lehrsupermarkt‘ und der Einrichtung neuer Wohneinheiten für die Auszubildenden schaffen wir in Neuwied ein Kompetenzzentrum zur Ausbildung zukünftiger Fachkräfte im Bereich des Lebensmittelhandels“, so Schmitt. „Wir stärken die Ausbildung und qualifizieren heute die Fachkräfte von morgen.“ Im Detail entsteht in Neuwied ein bundesweit einmaliges Kompetenzzentrum Supermarkt, in dem Auszubildende sowie angehende Fach- und Führungskräfte die aktuellen technischen und laden-baulichen Innovationen erleben, begreifen und so praxisnah ausgebildet werden. Weiterhin wird hier die Sortimentskompetenz mit dem Ziel einer kompetenten Verbraucherberatung nachhaltig gefördert. Darüber hinaus werden zeitgemäße und preisgünstige Wohneinheiten für die Schulungsteilnehmer geschaffen. Die Fertigstellung des neuen Bildungshauses ist für Sommer 2022 geplant.

Förderprogramm Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS)

Weder im Handel und Handwerk, noch in anderen Bereichen der Wirtschaft kann davon ausgegangen werden, dass das in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorhandene Fachwissen beziehungsweise die vorhandenen Anlagen und Maschinen jederzeit dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Hier leisten überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) einen zentralen Beitrag zur Qualitätssicherung in der beruflichen Ausbildung im Dualen System und in der beruflichen Fort- und Weiterbildung und stellen eine flächendeckende Bildungsinfrastruktur auf hohem Niveau sicher. Sie nehmen als Lernorte der außerbetrieblichen Berufsbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes auch auf gesetzlicher Grundlage Bildungsaufgaben im öffentlichen Interesse wahr. ÜBS sind sich ständig verändernden Rahmenbedingungen wie der demographischen Entwicklung und dem technologischen Wandel unterworfen. Mit der Förderung von Maßnahmen der Modernisierung, Umstrukturierung oder Ausstattung aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums (MWVLW) soll in Rheinland-Pfalz eine adäquate, an die veränderten bildungspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasste, Bildungsinfrastruktur gewährleistet werden. Durch ihr hochwertiges Bildungsangebot tragen ÜBS entscheidend zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Rheinland-Pfalz sowie zum Erhalt beziehungsweise der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei.

Die food akademie Neuwied

Die food akademie Neuwied ist seit über 80 Jahren die zentrale Bildungseinrichtung des deutschen Lebensmittelhandels. Sie ist wirtschaftlicher Träger der privaten, staatlich anerkannten Ergänzungsfachschule „Bundesfachschule des Lebensmittelhandels“. Hauptgesellschafter der gemeinnützigen food akademie Neuwied GmbH ist der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Das Bildungsangebot der food akademie umfasst Fortbildungsgänge in Vollzeit und berufsbegleitend zur Prüfungsvorbereitung auf die handelsspezifischen und staatlich anerkannten Fortbildungsprüfungen „Handelsbetriebswirt/in“ und „Handelsfachwirt/in“, mehrtägige Prüfungsvorbereitungsseminare für einzelhandelsspezifische Sachkundenachweise, wie zum Beispiel „OTC freiverkäufliche Arzneimittel“, Prüfungsvorbereitungskurse für die Ausbildereignungsprüfung (AEVo) sowie ein umfangreiches, öffentliches Seminarangebot in den Bereichen der fachlichen und persönlichen Kompetenzförderung, wie zum Beispiel der Sortimentskompetenz. Als überbetriebliche Berufsbildungsstätte (ÜBS) ergänzt die food akademie die betriebliche Aus- und Fortbildung durch berufsschulergänzende Warenkunde- und Prüfungsvorbereitungsseminare. Jährlich besuchen die Neuwieder Bildungseinrichtung über 5.000 Schulungsteilnehmer und in den Fortbildungsgängen zum Handelsbetriebswirt und zum Handelsfachwirt werden aktuell über 900 Fachschüler betreut. Mit dem Motto „Studieren im LEH“ bietet die Bundesfachschule des Lebensmittelhandels ein einzigartiges, berufsbegleitendes Qualifizierungskonzept für angehende Führungskräfte an. Hierbei kooperiert die Neuwieder Fachschule mit mehreren Hochschulen und verzahnt so die berufliche und die akademische Bildung.

Pressemitteilung der

food akademie Neuwied GmbH

(V.li.n.re.) Staatssekretärin Daniela Schmitt, Akademiedirektor Thorsten Fuchs und Jörg Müller, Geschäftsführer und Vizepräsident Bundesverband (BVLH), bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Foto: Wolfgang Tischler

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