Torsten Welling (CDU) zur Gesundheitskonferenz in Müncgen
„Moralpille des Gesundheitsministers schlecht für die Arzneimittelversorgung“
Ochtendung. In dieser Woche kommt zum wiederholten Mal die Ministerkonferenz „Südschiene“ in München zusammen. Die Konferenz steht seit langer Zeit für die enge politische Abstimmung und Zusammenarbeit der südlichen Bundesländer. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Arzneimittelknappheit. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat nun seine Teilnahme an der Südschienenkonferenz abgesagt.
Dafür hat CDU-Gesundheitspolitiker Torsten Welling kein Verständnis: „Wir fordern Gesundheitsminister Hoch auf, seine Aufgaben wahrzunehmen und an der wichtigen Südschienenkonferenz teilzunehmen, bei der das bedeutende Thema der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung im kommenden Herbst besprochen wird. Die Versorgung ist leider lückenhaft geworden. In den letzten Monaten haben Eltern landesweit oft vergeblich versucht, bei den Apotheken Schmerzmittel oder ein Antibiotikum für ihr Kind zu bekommen, Krebspatienten haben darauf gehofft, dass ihr Arzneimittel rechtzeitig aus dem Ausland beschafft wird. So ließen sich viele weitere Beispiele anführen.
Ich habe daher absolut kein Verständnis dafür, dass sich der Minister als ‚irrlichternder Moralapostel‘ gibt und ausschließlich aufgrund der Anwesenheit des bayrischen Wirtschaftsministers Aiwanger an der Fachkonferenz seine eigene Teilnahme absagt. Man stelle sich ein solches Verhalten der Bundesregierung bei internationalen Konferenzen vor. Jede zweite Konferenz müsste abgesagt werden, weil die politische Orientierung, die Staatsform oder in der Vergangenheit getätigte Äußerungen anderer Teilnehmer einer moralisierenden Regierung nicht genehm sind. Sollte Herr Hoch nicht an der Konferenz teilnehmen, sollte er zukünftig viel Zeit einplanen, um den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, weshalb gerade er sich nicht um die Sicherung der Arzneimittelversorgung kümmern konnte. Mit seiner Moralpille schadet er damit.
Die Gesundheitspolitik in Rheinland-Pfalz wird ein immer stärker wachsendes Problem: Eine Universitätsmedizin, die im finanziellen und strukturellen Chaos versinkt, ein nie dagewesenes Kliniksterben, ein eklatanter Ärztemangel, eine zusammenbrechende medizinische Versorgung in den ländlichen Regionen und nicht zuletzt eine Arzneimittelknappheit, die hunderte von Präparaten betrifft. Für keines dieser Probleme hat der Minister bisher überzeugende Lösungskonzepte vorgelegt. Aussitzen und Negieren sind mittlerweile die Medizin des Gesundheitsministers. Wir fordern Herrn Hoch in aller Deutlichkeit auf, an der Ministerkonferenz teilzunehmen und dort aktiv an einer besseren Medikamentenversorgung zu arbeiten.“
Pressemitteilung
Abgeordnetenbüro
Torsten Welling (CDU)

Oh der SWR hat seine Seiten modernisiert--alle Kommentare zum Artikel vom 6.12.2022 "Apotheken in RLP mit großen Engpässen bei Medikamenten" sind weg. Kommentarfunktion ist offen--habe darauf aufmerksam gemacht.Mal gespannt, ob die Demokratie funktioniert oder ob ich mit meinen Kommentaren politisch in ein Wespennest gestochen habe.
Das Thema Arzneimittelknappheit war schon 2022 Thema.Wenn Herr Lauterbach jetzt auf X von einem "Wahlkampf-Pharma-Gipfel" spricht, kann man nur staunen.
Während es in Frankreich noch Fieber- und Antibiotikasäfte für Kinder gab, waren sie in D Mangelware.
Durch Zufall hatte ich dann Berichte eines deutschen Pharmagroßhändlers entdeckt, wonach palettenweise Medikamente-die Genannten-in die Ukraine gelieftert würden.
Das hat mich neugierig gemacht. Nach eigenen Recherchen hatte Herr Lauterbach sogar die Auslieferung von Medikamenten in die Ukraine -durch Elsass-Gesundheitsministerium Bonn) erleichtert.
Anscheinend ohne darauf zu achten, sich mit anderen EU-Staaten abzusprechen und Vorräte in D vorzuhalten.
Beim SWR-"Apotheken in RLP mit großen Engpässen bei Medikamenten" 6.12.22-hatte ich in Kommentaren bereits auf diese Lieferungen hingewiesen-scheinbar hat dieses Thema wohl nicht interessiert.
Mir wäre wichtig, ob NGOs als Konkurrenten durch Spenden mehr Geld zahlen, als unsere Kassen
Zu diesem Thema Südschiene und der Weigerung des SPD-Gesundheitsministers dort teilzunehmen,hatte ich auf der Internetseite von "Anne Will" (Seite 84--10.37 Uhr) einen Kommentar abgegeben. Und auch auf Ihren Artikel hier bei Blick aktuell hingewiesen.
Da boikottiert ein Politiker,-- der unter Eid geschworen hat, sich dem Wohle der Bürger einzusetzen,-- die Teilnahme an einer Konferenz, in der es um das Leben und die Gesundheit von uns allen geht.--Und begründet das mit Moral und persönlichen Gründen.
Wer im Arhrtal nicht oder falsch reagiert hat--wird wohl nie zu klären sein.
Sterben Menschen--Kinder, Babys--weil sich ein SPD Politiker weigert, einen bekannten Medikamentenmangel nicht aktiv angehen zu wollen--sollte doch wohl schnell klar sein, wer Verantwortung trägt.
Was muss in einem Politiker vorgehen, diese Verantwortung freiwillig, öffentlich angekündigt,aus rein ideologischen und parteipolitischen Gründen tragen zu wollen?
Mir macht die Ampel -auch im Bund-nur noch Angst.