Mumm: Landkreis versagt bei den digitalen Pegeln
Kritik ist bei der Koalition nicht erwünscht
Region. Wahlkampfzeiten sind Zeiten, in denen der politische Mitbewerber genauer betrachtet wird, um sich selbst einen vermeintlichen Vorteil durch eine positive öffentliche Meinung zu verschaffen. Dazu dient auch, dass man Kritik übt, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollen. Seitens der SPD-Kreistagsfraktion in Person des stellv. Fraktionsvorsitzenden Maximilian Mumm, wird genau dies in den vergangenen Wochen so gehandhabt.
Neben einigen schon bekannten Themen, die Mumm deutlich zur Sprache gebracht hat, kommt nunmehr aktuell das von ihm in Teilen kritisierte „SmartCity“-Projekt wieder in den Focus. Am Pfingstmontag teilte die Stadt Mayen in Person des Oberbürgermeisters Dirk Meid mit, dass in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag der Pegel in Virneburg nach dem Starkregen am Nachmittag am Pfingstsonntag um 70 cm gestiegen war. Der Pegel des THW lieferte dabei der Stadt permanent zuverlässige Werte. Leider wusste die Stadt Mayen nichts über den Stand der Nette, da die beiden Pegel des Landkreises an der Hammesmühle und der Falklaymühle seit Tagen nicht funktionieren.
Mumm: „Es ist schon bemerkenswert, dass ich seitens der Koalition wahlweise als Populist oder als Polemiker beschimpft werde. Im aktuellen Fall hat es der, nach eigener Sichtweise so digitale und smarte Landkreis offenkundig bis heute nicht geschafft, die im Rahmen des Projektes „SmartCity“ mit viel Presse begleiteten oben genannten digitalen Pegel zum Laufen zu bringen. Die Stadt Mayen ist also im Bereich der Nette quasi blind, was die Hochwasserstände angeht. Drei Jahre nach der Ahrflut und den vollmundigen Ankündigungen von Koalition und Landrat ist es eben nicht gelungen, einen einzigen verlässlichen Pegel zu installieren. Ich bin mal gespannt, ob zu dieser Thematik auch wieder die Koalition der Meinung ist, dass ich die Dinge schlecht reden würde und sie deshalb nicht laufen. Vielleicht fragen sie einfach mal die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, was diese davon halten!
Die Liste der Kritikpunkte wird immer länger und zeigt, dass es im Kreis eben nicht läuft und man muss diese Dinge ansprechen, da nach dem Selbstverständnis von Landrat und Koalition sie angeblich die einzigen sind, die diesen Landkreis erfolgreich führen können und das ist per Definition Populismus. Denn Populisten sind Menschen, die von sich behaupten, dass nur sie für das ganze Volk sprechen können und auch nur sie das Volk vertreten.
Pressemitteilung
Maximilian Mumm
