Politik | 06.05.2016

Bündnis 90/Die Grünen besuchte den Bernardshof in Mayen

Nachhaltiges Konzept im Gebäudemanagement als Vorbild

Führten offene Gespräche (v.l.): Direktorin Regina Freisberg, Ingrid Bäumler, Klaus Meurer und Ronald Maltha. privat

Mayen. Klaus Meurer, Mitglied des Kreistages Mayen-Koblenz und des Verbandsgemeinderates Maifeld, besuchte gemeinsam mit Ronald Maltha, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Kultur, und Ingrid Bäumler, OV Mayen/Vordereifel, den Bernardshof in Mayen.

Direktorin Regina Freisberg erklärte im Gespräch die Aufgaben bei den einzelnen Jugendhilfemaßnahmen und einige Projekte, wie das nachhaltige Konzept im Gebäudemanagement. „Auf der Grundlage eines christlichen Selbstverständnisses ist für uns die Bewahrung der Schöpfung verpflichtend. Aus diesem Grund haben wir uns im Jahr 2006 entschieden, ein integriertes Umweltschutzmanagementsystem aufzubauen. Unser Ziel war es, allen im Jugendhilfezentrum Bernardshof lebenden und arbeitenden Menschen einen Zugang zu Fragen des Umweltschutzes zu verschaffen und eine nachhaltige Entwicklung zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte zu befähigen.“

„Im Jahr 2009 erreichte das Jugendhilfezentrum Bernardshof, als erste Jugendhilfeeinrichtung in Rheinland-Pfalz, die Auszeichnung ‚Der Grüne Hahn‘ sowie die Zertifizierung nach E-MAS. Die Maßnahmen zur Realisierung von Nachhaltigkeit sind sehr breit angelegt und reichen von der Bewusstseinsarbeit, Verbesserung der Energieeffizienz, Mobilität bis zu Informations- und Motivationsaktivitäten. Die Umsetzung des Leitbildes wird jedes Jahr evaluiert und daraus werden langfristige Umweltziele ausgearbeitet und beschlossen. Zu unseren Zielen gehört es, eine umweltfreundliche, nachhaltige Lebenswelt zu schaffen, in der die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ihre Lebenswelt selbst, umweltgerecht und nachhaltig gestalten können. Nachhaltigkeit stellt daher ein zentrales Prinzip unserer Pädagogik dar. Durch die konsequente Politik konnten allein durch eine verstärkte Umweltmotivation die CO²-Emissionen um rund 23 Prozent reduziert werden. In den letzten Jahren kam das Jugendhilfezentrum Bernardshof durch eine breite Maßnahmenpalette den Zielen ihres Energieleitbildes näher. Umweltprogramme werden laufend fortgeschrieben, um die Umweltleistung nachhaltig zu gestalten“ führt Regina Freisberg weiter aus. Die zehn Umweltgebote des Jugendhilfezentrum Bernardshof sowie die neue Umwelterklärung kann man nachlesen unter www.jhzbernardshof.de/wir-ueber-uns/umweltmanagement/ oder auch unter http://goo.gl/ucKHR0.

„Frau Freisberg hat uns sehr anschaulich die Aufgaben des Bernardshofes im Bereich der Jugendhilfe dargestellt. Wichtiges Ziel des Bernardshofes ist auch die Integration der Jugendlichen in die Regelschulen und die Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen. Als Grüne interessierte uns auch sehr das nachhaltige Konzept im Gebäudemanagement und die Zertifizierung nach EMAS. So wurde der Bernardshof das dritte Mal in Folge wegen seiner Umweltleistungen ausgezeichnet“, erklärt Klaus Meurer.

„Mein besonderes Interesse gilt dem kulturellen Angebot im Bernardshof. So wird hier mit der hauseigenen Band ‚Bernards Hope‘ (Bernards Hoffnung) musiziert. Deshalb lohnt es sich auch, den Bernardshof an seinen Veranstaltungen zu besuchen und sich von der musikalischen Qualität zu überzeugen. Mit dem Projekt ‚Jedem Kind seine Kunst‘ wird in Rheinland-Pfalz an allen Schulen die kulturelle Förderung ausgebaut,“ erläutert Ronald Maltha. „Frau Freisberg hat auch negative Themen sehr offen angesprochen, so unter anderem das Problem des Lehrermangels. Positiv finde ich, dass der Bernardshof in seinen Werkstätten auch eigene Ausbildungsplätze geschaffen hat,“ ergänzt Ingrid Bäumler.

Erfolgreiche Entwicklung

Das Jugendhilfezentrum Bernardshof hat sich vom „Heim“ mit ausschließlich stationären Angeboten zu einer Jugendhilfeeinrichtung mit vernetzten Fördermöglichkeiten in ambulanter, teilstationärer und stationärer Form entwickelt. Die UNESCO-Projekt-Schule im Bernardshof ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung. In den Bildungsgängen Grundschule, Berufsreife und Schule mit Förderschwerpunkt Lernen werden Kinder und Jugendliche abgestimmt auf ihre besonderen Bedürfnisse unterrichtet und gefördert.

Die Aufnahme in die UNESCO-Projekt-Schule ist an eine Maßnahme im Jugendhilfezentrum Bernardshof gebunden. Gemeinsam mit den anderen deutschen UNESCO-Projekt-Schulen verpflichtet sich der Bernardshof den Zielen und Grundsätzen der UNESCO. Der Bernardshof wurde für sein nachhaltiges Umweltmanagement mit dem EMAS-Umweltsiegel ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Kontaktdaten der Kreistagsfraktion sind zu finden unter: www.gruene-myk.de und www.jhz-bernardshof.de.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Mayen-Koblenz

Führten offene Gespräche (v.l.): Direktorin Regina Freisberg, Ingrid Bäumler, Klaus Meurer und Ronald Maltha. Foto: privat

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