Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Swisttal
Nahezu Hälfte der Einkünfte aufzuwenden
Swisttal. Bezahlbare Wohnungen sind knapp. Das erfahren nicht nur potenzielle Mieter in Ballungszentren, sondern auch Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum. Nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes wenden Deutsche Mittelschichthaushalte mittlerweile nahezu die Hälfte ihrer Einkünfte für Wohnung und Nebenkosten auf. Für Einzelverdiener oder Alleinerziehende ist das eine kaum lösbare Aufgabe. In der Gemeinde Swisttal werden gegenwärtig 19 Mietobjekte zwischen 225 und 720 Euro (kalt) in einem Internetportal angeboten. Dafür erhält der suchende Bürger ein bis vier Zimmer, vornehmlich in Heimerzheim. In vielen anderen Swisttaler Orten besteht keine Möglichkeit zur Anmietung von Wohnraum. Dies ist insbesondere für den Personenkreis problematisch, der sich nach der Familienphase, wenn die Kinder aus dem Haus sind, verkleinern möchte, für Rentner und Alleinstehende. Es sind aber auch Kinder davon betroffen, die einen eigenen Hausstand in ihrer Gemeinde gründen möchten, hier aber keine oder keine bezahlbaren Wohnungen vorfinden. Konsequenz: Jugendliche, die nicht schon zu Ausbildungszwecken die Gemeinde verlassen müssen, ziehen spätestens dann in die umliegenden Städte, wenn es um die Gründung eines eigenen Hausstandes geht. Diese Entwicklung kann nicht im Interesse der Gemeinde Swisttal sein. Insofern wäre es zu begrüßen, wenn sich der politische Raum mit dieser Fragestellung erneut befassen würde. Ratsmitglied Großmann erreichte Schreiben betroffener Bürger, die darum baten, das Thema in Swisttal aufzugreifen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Großmann bittet die bisher unbekannten Verfasser der Schreiben darum, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, um die geschilderten Umstände weiter erläutern zu können. Pressemitteilung von
Bernd-O. Großmann, Mitglied
des Rates der
Gemeinde Swisttal
