Moderner Netto-Markt mit Bäckerei und Café verbessert Lebensqualität in Höhenorten
Nahversorger für Merzbach bleibt in Priorität 2
Rheinbach. Mit Erleichterung nimmt die UWG Rheinbach zur Kenntnis, dass der für Merzbach angedachte Nahversorger, ein Netto-Markt mit Bäckerei und Café weiterhin auf der Prioritätenliste für die Bauleitplanung in Priorität 2 verbleibt. Das Projekt wird also weiterhin als ein Vorhaben mit perspektivischem Handlungsbedarf geführt
Grüne, FDP und SPD hatten in der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen in einer Kampfabstimmung dafür votiert, den für Merzbach angedachten Nahversorger von der Prioritätenliste herunterzustufen auf 3, um? damit das Vorhaben später von der Liste gestrichen wird. UWG und CDU stimmten erfolgreich für den Verbleib des Projektes in Priorität 2
Das über viele Jahre von Fachleuten erarbeitete und 2025 im Stadtrat von allen Fraktionen einstimmig beschlossene Rheinbacher Einzelhandels- und Zentrenkonzept weist für die Ortschaften Wormersdorf, Merzbach, Oberdrees und Flerzheim einen eindeutigen Bedarf für einen Nahversorger zur Sicherstellung einer wohnortnahen Grundversorgung aus.
Der langjährige Merzbacher UWG-Ratsherr Jörg Meyer hatte bereits 2023 mit Erfolg die Aufnahme des Nahversorgers in die Prioritätenliste auf Prio 2 beantragt und begrüßt ausdrücklich die nun aktuellen Planungen des Investors für einen Standort direkt am nördlichen Ortsrand von Merzbach. „Für gut 2/3 aller Merzbacher wäre der Markt in weniger als 500m Entfernung sehr gut zu Fuß, mit dem Fahrrad, Rollator oder einem der neuen kleinen Elektromobile zur Deckung des täglichen Bedarfs erreichbar. Auch für die Bewohner von Schlebach, Irlenbusch, Neukirchen, Kurtenberg, Berscheid und Loch/Queckenberg, wäre der Markt eine interessante Alternative zu den deutlich weiter entfernt gelegenen Märkten in Rheinbach, auch ohne Auto, mit dem Fahrrad, einem Elektromobil oder dem Dorfhüpfer, dann natürlich mit einer Bushaltestelle vor Ort. Mit dem Café wäre ein schöner sozialer Treffpunkt für das Dorf möglich“, so Meyer weiter. „Besonders auch die immer größer werdende Zahl unserer in den Höhenorten lebenden, teils weniger mobilen Senioren würde hiervon profitieren. Ich stehe mit dem Investor regelmäßig in Kontakt und freue mich sehr, wenn die Firma Schoofs Immobilien GmbH aus Kevelaer noch in diesem Jahr den Bürgerinnen und Bürgern vom Merzbach/Neukirchen ihre Planungen vorstellt“, so Jörg Meyer abschließend.
Pressemitteilung UWG-Fraktion

Es kann ja sein, dass 66% der Merzbacher sich einen eingeschränkten Nahversorger wünschen, aber die Bewohner von Schlebach, Irlenbusch, Neukirchen, Kurtenberg, Berscheid und Loch/Queckenberg haben andere Einkaufsgewohnheiten. Auf dem Nachhauseweg oder am Samstag gehen sie in Rheinbach oder Flamersheim einkaufen. Und dann gehen sie für eine Woche einkaufen, entweder alleine oder ältere Einwohner mit ihren Kindern oder Nachbarn. Auf die Frage, was ein Nachbar beim Nahversorger einkaufen würde, entgegnete er „Butter“, weil er die in Rheinbach vergessen hat. Ich bin gegen jegliche Flächenversiegelung und glaube, dass sich ein Nachversorger mit eingeschränktem Sortiment nicht rentiert, weder für die Bewohner der Höhenorte, noch für den Investor.
Hat die UWG, CDU und der Herr Meyer sich auch einmal überlegt,wie die Senioren vollgepackt mit ihrer Ware, die ganzen Berge wieder hochkommen sollen? Und die Todenfelder, Hilberather, Locher und Queckenberger fahren mit Sicherheit keinen Umweg um in einem Netto einkaufen zu gehen. Sie verbinden ihre Einkäufe meist mit Arzt-, Friseur-, Fußpflegeterminen in Rheinbach und Euskirchen! Die Queckenberger und Locher haben zudem eine super Möglichkeit in Flamersheim einzukaufen, da gibt es auch einen Edeka zusätzlich, da gibt es eine Frischetheke mit Wurst, Fleisch und Käse und zweimal die Woche einen Wagen mit frischem Fisch. Wer geht da noch in den Netto? Warum hat sich denn bis jetzt weder eine Bäckerei noch ein kleiner Laden, einer sogar mit frischem Obst und Gemüse, gehalten? Alle sind Pleite gegangen!
Und das Wichtigste, wer übernimmt denn eigentlich die Kosten, wenn noch zusätzliche Häuser bei der nächsten Flut beschädigt werden? Ganz sicher nicht die Parteien und der Herr Meyer!