Politik | 31.08.2019, 10:31 Uhr

Dr. Jan Bollinger widerspricht Landrat Hallerbach: Kreis Neuwied muss windkraftfrei bleiben

Naturschutz und Artenschutz haben Vorrang

Neuwied. Der Neuwieder Landtagsabgeordnete Dr. Jan Bollinger (AfD) positioniert sich klar gegen Umweltzerstörung und Landschaftsvernichtung durch Windkraftanlagen. Eine Anfrage an die Landesregierung soll Klarheit über die Windkraftpläne im Kreis Neuwied verschaffen. Das Land Rheinland-Pfalz will bis zum Jahr 2030 den Strombedarf bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien generieren, hierbei soll die Deckung durch Windkraftanlagen zu zwei Dritteln und die Deckung durch Photovoltaik zu einem Viertel erfolgen. Auch im Kreis Neuwied, dessen herrliche Höhenzüge bislang dank eines überparteilichen Konsenses frei von Windrädern sind, werden nach einem Zitat von Landrat Achim Hallerbach in der Wochenzeitung BLICK aktuell Windkraftanlagen zur Erreichung dieses Ziels favorisiert: „Seit über fünf Jahren existiert unser Klimaschutzkonzept. Ein durchaus machbares Konzept, wenn wir Windenergie gewinnen könnten. Dies verhindern jedoch naturschutz- und artenschutzrechtliche Bestimmungen. Hier muss sich etwas ändern, wenn wir tatsächlich eine Energiewende haben wollen.“ „Sollen Naturschutz und Artenschutz ausgehebelt und umgangen werden?“, fragt sich Dr. Bollinger „Wurde eigens hierfür die neue Stelle eines Klimabeauftragen beschlossen?“ Dr. Bollinger weiter: „Fest steht in jedem Fall, dass die Errichtung von Windkraftanlagen im Naturpark Rhein-Westerwald nicht nur das Landschaftsbild massiv verschandeln würde. Noch gravierender wären die dramatischen Folgen für Fauna und Flora. Vögel und Insekten werden in großer Zahl von Windkraftanlagen getötet und verletzt. Nicht nur die Stellfläche, auch der Transport und Aufbau, das Verlegen von Stromleitungen und die nachsorgende Wartung von Windkraftanlagen zieht Flächenverbrauch, Rodungen von Wald und damit Zerstörung von Umwelt und qualitativ hochwertigem Lebensraum nach sich – obwohl mittlerweile erwiesen ist, dass umfangreiche Waldflächen massiv zum Abbau von CO2 beitragen und Aufforstung das beste Mittel gegen hohe CO2-Werte ist. Die missratene Energiewende der etablierten Parteien hat durch die unsoziale EEG-Abgabe zu massiv gestiegenen Energiepreisen für Verbraucher und Wirtschaft und durch die fehlenden Speichermöglichkeiten der unsteten erneuerbaren Energien zu Problemen mit der Netzstabilität und zusätzlichen Kosten für den Zukauf von fehlendem und die Abgabe von nicht benötigtem Strom geführt. Gerade die Windkraft ist in Deutschland zudem aufgrund der Windverhältnisse wenig effizient: Wenn wir die Erfahrungswerte aus anderen Bundesländern betrachten, ist davon auszugehen, dass ein beträchtlicher Teil der 253 Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz, die nächstes Jahr aus der EEG-Förderung ausscheiden, nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann.“ Dr. Bollinger erklärt abschließend: „Wie erfolgreich Widerstand aus der Bürgerschaft gegen missliebige Windparks sein kann, hat das geplante Projekt ‚Kuhheck‘ – gezeigt, verhindert u.a. durch die ablehnende Haltung der Anwohner und meine Anfrage an die Landesregierung, die daraufhin im April 2018 antwortete, dass der Mindestabstand von 1.000 m zwischen Windkrafträdern und Wohnbebauung nicht unterschritten werden darf. Gegen die unnötige, mangels fehlender Speicherkapazität zudem wenig nutzenbringende Errichtung von Windkraftanlagen gegen den Bürgerwillen wird die AfD weiter ankämpfen! Ich habe zunächst eine weitere Anfrage zum Planungsstand des Windkraftausbaus im Kreis Neuwied an die Landesregierung gerichtet.“

Pressemitteilung von

Dr. Jan Bollinger (AfD)

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