Baumbestand im Gemeindegebiet Swisttal hat stark gelitten
Neuanpflanzungen und natürlicher Nachwuchs von Bäumen
Die ersten Bäume und Sträucher wurden gepflanzt
Swisttal. Die klimatischen Veränderungen mit langen Trockenphasen in den vergangenen Jahren haben dem gemeindlichen Baumbestand an Straßen, Plätzen und in Gehölzflächen erheblich zugesetzt. In der Folge mussten Bäume aufgrund aufgetretener Krankheiten, für die sie nun anfälliger waren, sowie aus Verkehrssicherheitsgründen entfernt werden. In verschiedenen Bereichen wie beispielsweise im Wäldchen Auf dem Noel in Buschhoven oder in der Orbachaue in Odendorf war dies in größerem Umfang notwendig.
Über den Umfang der Schäden und die Notwendigkeit der Fällung der geschädigten Bäume wurde der Umweltschutz-, Wirtschaftsförderungs- und Energieausschuss in seiner Sitzung am 12. September 2019 informiert. Darüber hinaus wurde der Ausschuss auch über das Ergebnis der Begutachtung der Flächen durch den zuständigen Förster in Kenntnis gesetzt. Gleichzeitig wurde dem Ausschuss vorgeschlagen, für die zu fällenden Bäume Ersatzbepflanzungen vorzusehen. Der Ausschuss hat daraufhin beschlossen, dass für die zu fällenden Bäume prinzipiell Ersatzpflanzungen vorgenommen werden sollen. Weiterhin hat der Ausschuss beschlossen, alternative Baumarten für die Ersatzbepflanzungen auszuwählen, die sich unter Berücksichtigung witterungs- und krankheitsbedingter Faktoren sehr gut eignen. Zur Wiederaufforstung geschädigter Baumbestände wurden 20.000 Euro im Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 bereitgestellt.
Durch den Baubetriebshof wurden nun die ersten Ersatzpflanzungen vorgenommen. Insgesamt handelt es sich um 13 Bäume und 25 Sträucher. „Wir hätten gerne mehr gepflanzt, allerdings haben sich die Fällungen bis in den März gezogen. Darüber hinaus zeigen insbesondere die Erfahrungen der letzten Jahre, dass der April sehr trocken und warm ist. Die Verluste durch die Trockenheit und der Aufwand für die Pflege wären zu hoch gewesen. Daher ist der größere Teil der für 2020 geplanten Anpflanzungen von über 100 Bäumen für den Herbst vorgesehen“, sagt Stella Fließwasser. Die Botanikerin ist seit 2019 bei der Gemeinde tätig und für die Bepflanzung von Grünflächen verantwortlich. Nicht jeder Baum kann sofort nachgepflanzt werden, da außerhalb von Wohnsiedlungsbereichen in Bezug auf die in Betracht kommenden Arten diverse Regelungen zu beachten sind. Die jeweiligen Bäume sind aufgrund einer zurzeit bestehenden erhöhten Nachfrage teilweise nicht immer verfügbar.
„Wir arbeiten zudem mit einem Mix aus natürlichem Nachwuchs, so bei den größeren Gehölzflächen und Ersatzpflanzungen“, so Fließwasser weiter. Bei dem natürlichen Nachwuchs können sich auf Dauer die Arten durchsetzen, die mit den gegebenen Standortbedingungen am besten zurechtkommen. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl zur Ersatzpflanzung ist auch die Insektenfreundlichkeit, so werden jetzt am Ludendorfer Rathaus Kornelkirschen, Pfaffenhütchen, rote Hartriegel und Schlehen gepflanzt. Kornelkirsche und Schlehe blühen sehr früh im Jahr, Hartriegel und Pfaffenhütchen etwas später. So stehen von März bis Juni Blüten für die Insekten bereit und ab Herbst genügend Früchte für die Vögel. Bei Schlehe und Pfaffenhütchen bleiben die Früchte zudem über den Winter durchgehend am Strauch.
„Es ist ein wichtiges Anliegen aller Verantwortlichen, unsere Gemeindeflächen nachhaltig mit Bäumen und Pflanzen, die der heimischen Fauna zugutekommen, anzureichern“, kommentierte Bürgermeisterin Kalkbrenner die aktuelle Pflanzsituation.
Pressemitteilung
Gemeinde Swisttal
