Politik | 07.03.2017

Initiative „Bürger für Bäume“ zu Gast bei der öffentlichen Sitzung der Verbandsgemeinde-Ratsfraktion der GRÜNEN

Neubaugebiet Naunheim im Mittelpunkt

Bürgermeisterkandidat Klaus Meurer.privat

Ochtendung. Erfreulich viele Bürger nahmen an der öffentlichen Fraktionssitzung der GRÜNEN im Verbandsgemeinderat Maifeld in Ochtendung teil. Die größte Gruppe machte hier die Initiative „Bürger für Bäume“ aus Naunheim aus. Es geht ihnen um das Neubaugebiet in Naunheim, wo 20 neue Grundstücke ausgewiesen werden sollen. Die Bürger der Gruppe stellten dar, dass laut Begründung zur 25. Ä-FNP die Einwohnerzahl Naunheims von 2013 bis 2030 um sieben Personen sinken wird. Demographische Aspekte wie die Altersstruktur der Bewohner von etlichen Häusern werden schlicht nicht betrachtet. Nach einer Erhebung der Initiative werden innerhalb der nächsten zehn Jahren etwa 20 Häuser freistehen.

Ein Vertreter der Gruppe erläuterte: „Unsere Einlassungen wurden in der Verbandsgemeinderatssitzung am 19. Dezember 2016 gewürdigt. Maximilian Mumm zeigte einen gewissen Respekt für unsere Arbeit, fasste diese aber zusammen mit den Worten: Denen geht es aber wohl nur um Ihre Aussicht. Es wurde alles ignoriert. Nachdem, was wir in diesem Zusammenhang in den vergangenen Monaten erlebt haben, wundert es uns nicht, dass viele Bürger mittlerweile politikverdrossen sind.“

Ein weiterer Aspekt ist die nicht ordnungsgemäße Ausführung von Ausgleichsflächen. Hierzu erläutert der Bürgermeisterkandidat Klaus Meurer: „Die 25. Änderung des Flächennutzungsplans sieht vor, die im Moment gemäß Bebauungsplan vorhandenen Ausgleichsflächen wieder zu entfernen und zu überbauen. Ökologisch wichtige, grenznah zur Ausgleichsfläche gepflanzte Hecken der Anwohner würden zu einem Streitpunkt. Die Umwelt und auch das Vertrauen, das die Bürger in den Bestand der Ausgleichsflächen hatten, werden nicht berücksichtigt. Die Gemeinde war dazu verpflichtet, die Ausgleichsflächen innerhalb einer gewissen Frist entsprechend zu bepflanzen, aber dies wurde weder vorgenommen noch von entsprechender Behörde kontrolliert. Das wird von den Bürgern aus Naunheim zu Recht bemängelt, denn ein bepflanztes Biotop könnte nicht so einfach in Bauland umgewandelt werden. Als Kompromiss zur jetzigen Planung könnte ein Teil der damals vorgesehenen Ausgleichsfläche als Puffer zwischen der jetzigen Bebauung und dem neuen Baugebiet eingeplant werden. Die Bürger sind hierzu bereit. Es liegt jetzt an den Verantwortlichen, einen für alle akzeptablen Weg zu finden, dass das Baugebiet erschlossen wird, aber auch die Bedenken der Anwohner angemessen berücksichtigt werden.“

Bei der weiteren Diskussion ging es um die Themen erhöhte Nitratwerte und die Bürgerbeteiligung. „Wir müssen die Sorgen der Bürger bezüglich der erhöhten Nitratwerte ernstnehmen. Deshalb begrüße ich, dass der Wasserzweckverband Maifeld jetzt in Grundschulen und Kindergärten sowie in zwei ausgesuchten Privathaushalten Messungen macht. Wichtig ist, dass das Gespräch mit allen Akteuren gesucht wird und keine einseitigen Schuldzuweisungen erfolgen. Bürger mitnehmen und Sorgen ernstnehmen, das möchte ich in den nächsten acht Jahren aktiv angehen. Welche Art von Bürgerbeteiligung die Bürger anspricht, will ich durch viele Gespräche herausfinden und in mein Handeln einfließen lassen,“ erklärt Klaus Meurer. Weitere Informationen unter: www.gruene-myk.de.

Pressemitteilung der

Fraktion der GRÜNEN im

Verbandsgemeinderat Maifeld

Bürgermeisterkandidat Klaus Meurer.Foto: privat

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