Politik | 21.07.2016

„Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“

Neue starke Stimme für Natur- und Klimaschutz in der Region

Gründung eines Regionalen Umweltbündnisses verschiedener Umwelt-, Klima- und Naturschutzverbände und Initiativen im nördlichen Rheinland-Pfalz

Kettig/Koblenz. "Stell dir vor, die Welt taumelt in das Klimachaos, und wir hier zuhause tun so, als hätten wir nichts damit zu tun!" – Genau diese sich nicht nur in der Politik hartnäckig haltende Einstellung will das neue Bündnis angehen, aktiver und stärker denn je.

Die Naturfreunde Kettig, denen vor allem der regional- örtliche Naturschutz am Herzen liegt, ist einer der Gründungsmitglieder des neuen „Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“, (Nachfolger des Regionalen Umweltstammtisches Mittelrhein RUM) das sich jetzt im Umweltbüro des Dreikönigenhauses Koblenz zusammengeschlossen haben. Das regionale Bündnis besteht bereits aus zehn Umwelt-, Klima- und Naturschutzverbänden und Initiativen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz. Mit dabei sind auch der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND Koblenz, Westerwald und Rhein-Lahn, der Solarenergieförderverein SFV Infostelle Koblenz, Ökostadt Koblenz eV, die Bendorfer Bürgerinitiative (gegen AKW Mülheim-Kärlich), Neuwieder Umweltschutz eV, das Bildungshaus Wasserburg Vallendar, der Landesarbeitskreis Energie und Klima des BUND Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft Nette in Saffig. Weitere Gruppierungen aus dem kirchlichen und Eine-Welt-Bereich haben ebenfalls ihr Interesse an einem Beitritt bekundet. „Das Bündnis Klimaschutz ist offen für alle, die ihre Ideen und Kooperationsbereitschaft für den Schutz unserer Mutter Erde einbringen wollen“, betont Egbert Bialk, BUND-Vorsitzender aus Koblenz und bietet dazu die gute Logistik des Umweltbüros zur Vernetzung an.

Erste größere Veranstaltungen sind geplant

Neben der engeren Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen des Umwelt und Naturschutz, sowie im medialen Bereich plant das regionale Netzwerk bereits erste größere gemeinsame Veranstaltungen zu einer der drängenden Probleme: Am Donnerstag, 25. August um 18 Uhr beginnt im Dreikönigenhaus Koblenz ein großer Infoabend zur ungelösten Kehrseite unserer bisherigen Energiepolitik. „Wohin mit dem hochgefährlichen Atommüll? – Tickende Zeitbomben von Asse, Gorleben und Mülheim-Kärlich bis Tihange, Gronau und Cattenom“. Der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Klaus Brunsmeier war Mitglied der Atommüllstandortsuchkommission und wird berichten, was da an Zwischen- und Endlagern in naher oder eher ferner Zukunft auf uns zukommen wird. Gleichzeitig wird es um Forderungen für einen schnelleren Atomausstieg und eine wirksame Energiewende gehen.

Teilnahme an Großdemo

Für den 17. September ist die Anmietung eines Busses zur Großdemo „Ceta und TTIP stoppen!“ in Frankfurt geplant. Veranstaltungen zu einer gerechteren CO2-Besteuerung und zur Windkraft mit Referenten des Solarenergiefördervereins und anderen sollen im Herbst folgen. Weitere Infos: zunächst über das Koblenzer Umweltbüro oder den BUND Telefon (02 61) 97 34 53 9 oder bei den NaturFreunden Kettig unter Telefon (0 26 37) 89 14.

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Kommentare
22.07.201617:10 Uhr
Frank Simonis

Und schon wieder ein faktisches Netzwerk!
Dabei ist das Thema zu brisant, um die Zeit mit reden zu vergeuden.
Bemerkenswert ist, dass aktive Klimaschützer, wie die Energiegenossenschaften der Region nicht zur Gründung eingeladen wurden. Die dort vorhandenen Konzepte zur Umsetzung des Klimaschutzes durch regionale, dezentrale Erzeugung von Energie, die Elektromobilität, die Möglichkeit des regionalen Bezugs von Strom und das Ganze durch direkte Beteiligung der Bürger, werden als nicht konform beurteilt.
Schade, dass man hier wieder einen eigenen Weg einschlägt, statt gemeinsam zu arbeiten.

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