Politik | 24.08.2016, 11:45 Uhr

NRW-Präventionsprojekt „Kurve kriegen“

Neuer Standort nun auch in Bonn

Siegburg. Das NRW-Präventionsprojekt „Kurve kriegen“ wird von bislang acht auf insgesamt 19 Standorte ausgebaut. Innenminister Ralf Jäger stellte in Bonn den neuen Standort vor. Träger dort sind die Caritas Bonn und das Diakonische Werk.

„Das Projekt wirkt frühzeitig und ganz gezielt Kinder- und Jugendkriminalität entgegen. Und es ist wirtschaftlich“, sagte Jäger. Auch in Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Mettmann, Mönchengladbach, Münster, Oberhausen sowie in Paderborn gibt es neue Standorte.

Eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie fand heraus, dass 40 Prozent der Teilnehmer nicht mehr straffällig wurden, nachdem sie das Programm durchlaufen hatten. Jedem in „Kurve kriegen“ investierten Euro stehe ein Nettonutzen von bis zu zehn Euro gegenüber - in Form ersparter sozialen Folgekosten, zum Beispiel für Erziehungshilfe, Haft und Resozialisierung.

„Das sind eindrucksvolle Zahlen.“, so Jäger.

Der Erfolg von „Kurve kriegen“ sei aber nicht in erster Linie ein wirtschaftlicher, sondern ein gesellschaftlicher, betonte er. . „Wir verhindern, dass diese Jungen und Mädchen ihre Opfer weiter verprügeln, ausrauben oder erpressen.“

Dafür arbeiten pädagogische Fachkräfte direkt in den Polizeidienststellen gemeinsam mit den Beamten.

Seit 2011 setzt die Landesregierung auf das Konzept. Bislang gibt es zehn Standorte in Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Duisburg, Hagen, Köln, Wesel, im Rhein-Erft-Kreis und im Ennepe-Ruhr-Kreis. Weitere Informationen unter www.mik.nrw.de.

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