Ökologisches und ökonomisches Dorfentwicklungsprogramm „Ötzingen 4.0“
Neueste Errungenschaft wurde eingeweiht
Photovoltaikanlage auf dem Dach der Birkenhalle installiert
Ötzingen. Schon seit drei Jahren wird in Ötzingen unter Ortsbürgermeister Ansgar Ritz und dem Gemeinderat das ökologische und ökonomische Dorfentwicklungsprogramm „Ötzingen 4.0“ vorangetrieben. Nun konnte von Ortsbürgermeister Ansgar Ritz und einigen Mitgliedern des Gemeinderates die neueste Errungenschaft eingeweiht und in Betrieb genommen werden. Auf dem Dach der Birkenhalle wurde eine 30 kWp Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Der Clou der Anlage ist der Stromspeicher mit einer Speicherkapazität von 9,8 kWh, mit dem der über Tag produzierte Strom gespeichert und nach Sonnenuntergang und in den Abendstunden für die Hallenbeleuchtung und den Stromverbrauch der Birkenhalle genutzt werden kann.
Das Tüpfelchen auf dem „I“ ist allerdings die Stromladesäule, an der alle Bürger der Gemeinde, die ein E-Auto besitzen, dieses, während sie beim Sport oder bei einer Veranstaltung in der Birkenhalle sind, kostenlos und klimaschonend aufladen können. Über dieses Konzept ist die Gemeinde Ötzingen Vorreiter in der ganzen Verbandsgemeinde auf dem Gebiet der E-Mobilität.
Wunsch der Aktivisten rund um das Thema „Ötzingen 4.0“ wäre es, zukünftig ein E-Car-Sharingsystem aufzubauen, bei dem ein Elektroauto von jedem Bürger der Gemeinde für einen kleinen Unkostenbeitrag gemietet und an der Ladestation geladen werden kann. Verzicht auf den Zweitwagen/Fahrgemeinschaften und Fahrdienste für Einkäufe wäre nur ein Teil der vielfältigen Möglichkeiten.
Birkenhalle für die Zukunft gerüstet
Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage ist die energetische Sanierung der Birkenhalle, die unter der Federführung von Ansgar Ritz umgesetzt wurde, abgeschlossen. Im Zuge der Sanierung wurde die Birkenhalle für die Zukunft gerüstet. Die vorhandene Heizung wurde als Gasbrennwertgerät ausgetauscht und in der Halle wurden Deckenstrahlplatten eingebaut, die nun die Halle von oben beheizen. Die vorhandene Lüftungsanlage wurde ausgebaut und konnte über öffenbare Fenster und einen zusätzlichen Wandlüfter kompensiert werden. Die Industrieverglasung wurde durch ballwurfsichere hochwärmegedämmte Fenster ersetzt. Die Beleuchtung der Halle wurde auf LED umgestellt und das komplette Gebäude erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, mit dem das äußere Erscheinungsbild der Halle nun deutlich hochwertiger und moderner aufgewertet wurde. Durch die Reduzierung der Haustechnik konnten im Innenraum zwei zusätzliche Lagerräume geschaffen werden.
Auch die Brandschutzsanierung erfolgt zur Sicherheit der Besucher der Birkenhalle. So wurde die Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die Notstromversorgungsanlage und Fluchtwegebeleuchtung komplett erneuert.
Bei der Sanierung wurde auch vom Gemeinderat und Jugendlichen aus dem Ort tatkräftig mitgeholfen. Ein Baustein war zum Beispiel, dass der Boden als Bautenschutz mit OSB-Platten belegt wurde. Nach Fertigstellung der Maßnahme konnten von Lukas Ritz aus diesen Platten Hütten gebaut werden, die schon zum Nikolausmarkt gute Dienste als Glühwein- und Verkaufsstände erfüllt haben.
Im gesetzten Kostenrahmen geblieben
In der aktuellen Zeit absolut unüblich, konnte die Maßnahme nahezu exakt im gesetzten Kostenrahmen von 485.000 Euro umgesetzt werden. Davon übernimmt das Land als Zuschuss für die energetische Sanierung 140.000 Euro. Die Restkosten werden von der Gemeinde aus den Erlösen des Baugebietes am Sportplatz erwirtschaftet. Hiervon ist auch die in Kooperation mit der Verbandsgemeinde ausgeführte Außengebietsentwässerung als aktiver Hochwasserschutz für die Ortslage umgesetzt worden.
Als weitere Maßnahme unter dem Motto „Ötzingen 4.0“ wurde auch schon die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED realisiert. Nächstes Projekt ist die energetische Sanierung des Kindergartens, für die aktuell erste Kostenschätzungen für Zuschussanträge gestellt werden.
Handwagen auf dem Friedhof sind montiert
Eine weitere Idee des Gemeinderates konnte in dieser Woche in Betrieb genommen werden. Auf den Friedhöfen in Ötzingen und Sainerholz konnten Handwagen angeschafft werden, die es insbesondere älteren Personen ermöglichen, Pflanzen, Gießkannen und andere schwere Dinge auf dem Friedhof zu transportieren. Die Wagen sind gesichert und können wie ein Einkaufswagen über eine 2-Euro-Münze entsichert werden.
Bis zur Jahresmitte soll auch ein Memoriamgarten in Ötzingen und Sainerholz zur Ausführung kommen. Die aktuellen Pläne liegen vor. Die Grabstätten eines Memoriamgartens werden von einem vertraglich gebundenen Friedhofsgärtner gärtnerisch gestaltet und hochwertig angelegt.
Fußweg Ötzingen – Leuterod entlang der K143
Durch einen Grundstückstausch mit der Fa. Lassmann Kommandite konnte von Ortsbürgermeister Ansgar Ritz vereinbart werden, dass Lassmann im Gegenzug einen Rad- und Fußweg zwischen den beiden Orten herstellt. Die Verhandlungen zum Wegeverlauf mit dem Landesbetrieb Mobilität sind abgeschlossen und das Einverständnis der zu querenden Anrainergrundstücke kurz vor dem Abschluss. Somit kann die wichtige Maßnahme zur Verkehrssicherung der Bürger beider Orte beginnen.
Bei der geplanten Wegführung muss in Höhe des Aussiedlerhofes Hahn die Fahrbahn auf freier Strecke gequert werden, der Weg verläuft dann parallel zur Grube Antonius und im Schatten der Bäume bis nach Leuterod. Sobald die Maßnahme abgeschlossen ist, wird es ein Verbindungsfest beider Orte geben.
Brücke über den Aubach ist fertiggestellt
Die verfaulte und nicht mehr verkehrssichere Brücke am Dorfplatz in Sainerholz wurde ausgetauscht und vor Kurzem von der Fa. Maschinenbau Wüst aus Ötzingen montiert. Mit dem neuen Schmuckstück ist der „Park“ und Spielplatz nun wieder sicher aus dem Ortskern zu erreichen. Die Kombination der gewählten Materialien aus Stahl und unbehandeltem Eichenholz passt sich hervorragend in die idyllische L age über den Aubach ein.Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung
Wirges

„… eine 30 kWp Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Der Clou der Anlage ist der Stromspeicher mit einer Speicherkapazität von 9,8 kWh, mit dem der über Tag produzierte Strom gespeichert … wird…“ und „…. Notstromversorgungsanlage …“ ---- Welch Widerspruch, Sinnbildlich für die gesamte sogenannte Energiewende!