SPD-Ortsverein Untermosel hatte ins Schloss von der Leyen eingeladen
Neujahrsempfang mit Gastredner Detlev Pilger
Kobern-Gondorf. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel, Klaus Frevel, konnte dieses Jahr wieder zahlreiche Gäste zum Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Untermosel im Schloss von der Leyen begrüßen. Trotz des kurzfristig anberaumten Sonderparteitages der SPD in Bonn hielt der Gastredner, der SPD-Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger, seine Zusage für den geplanten Redebeitrag. Zu Beginn berichtete Klaus Frevel über Themen aus der Verbandsgemeinde und Kommunen. Die neue Verbandsgemeinde wächst weiter zusammen. Auch soll bald mit dem Erweiterungsbau der VG-Verwaltung begonnen werden. Für Kobern-Gondorf zeichnet sich durch den Ausbau des Gewerbegebietes an der der A61 eine weitere Verbesserung der Gemeindefinanzen ab. Für den Ausbau des Einzelhandels wurde dort ebenfalls eine Lösung gefunden. Zur Frage, warum man Kommunalpolitik mache, meinte Frevel: „Die Kommunen sind es, die vieles im Alltag der Menschen prägen.“ Um dies zu gewährleisten, brächten sich die Ratsmitglieder aller Parteien ein. Die „große Politik“ überließ Klaus Frevel dann dem Gastredner.
Strukturwandel im ländlichen Raum
Neben der „GroKo“ sprach der Gastredner Detlev Pilger natürlich auch über andere Themen, mit denen sich ein Abgeordneter beschäftigt. So vom Strukturwandel, von dem sichtbar der ländliche Raum betroffen sei. „Die Dörfer werden nur zum Wohnen genutzt. Die Menschen sind verplant und ziehen sich ins Private zurück.“ Besonders werde dies am rückläufigen Vereinsleben, aber auch am geringeren politischen Engagement deutlich. Die Parteien versuchten, in der Mitte möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen. Damit sei der Standpunkt der einzelnen Parteien oft nicht deutlich erkennbar. Die Parteien müssten ihr Profil stärken. Den Dialog mit dem Bürger vor Ort hält der Bundestagsabgeordnete nicht für ausreichend. Er forderte alle politisch Verantwortlichen auf, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Nicht auf SPD-Anliegen verzichten
Im Ergebnisprotokoll der Sondierungsgespräche zur Bildung einer „Großen Koalition“ wurden nach Detlev Pilgers Meinung viele SPD-Anliegen aufgenommen. Es wäre daher bedauerlich, wenn man auf diese verzichten würde. So zum Beispiel die Solidarrente, Entwicklung eines dritten Arbeitsmarktes für Langzeitarbeitslose, nach den Erfolgen in Rheinland-Pfalz Ausdehnung der kostenlosen Kindertagesplätze bundesweit, um nur einige zu nennen. Pilger sagt ja zu weiteren Verhandlungen mit offenem Ziel und meinte auch: „Eine Erneuerung der SPD, nicht nur in der Opposition, ist möglich.“ Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Mathias Knerr nutzte die Veranstaltung, Christel Schitkowski aus Wolken für ihre 25-jährigen aktiven Mitgliedschaft in der SPD zu ehren. Er überreichte ihr die Ehrenurkunde und Blumen und bedankte sich für ihr Engagement im Ortsverein. Pressemitteilung
SPD-Ortsverein Untermosel
