Politik | 04.06.2018

Rudolf Kalenberg zu den nicht heimischen und invasiven Arten

Nil- und Kanadagänse bereiten Probleme

Rudolf Kalenberg, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Koblenz-Süd und Mitglied des Stadtrates.privat

Koblenz. Wieder und weiter bereiten Nil- und Kanadagänsen Probleme im Gebiet der Stadt Koblenz. Geradezu erschreckend ist, mit welcher Hartnäckigkeit übersensible Mitmenschen das Wohl der Tiere über Wohl und Gesundheit der Menschen stellen. Dabei helfen abwegige Ideen für eine alternative Nutzung des schönen Koblenzer Freibades auf dem Oberwerth nicht weiter. Die Nutzer dieses Freibades, die Eltern mit ihren Kindern und die für die Hygiene in Badebereich verantwortlichen Mitarbeiter haben hier klare Meinungen. Vorschläge wie kniehohe Hecken und Aufschüttungen von Sand haben sich beim nächsten Hochwasser ohnehin schnell erledigt.

Nil- und Kanadagänse zählen zu den nicht heimischen, gebietsfremden und invasiven Arten nach § 40a des Bundesnaturschutzgesetzes. Die Behörden haben unverzüglich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese Arten zu beseitigen oder deren Ausbreitung zu verhindern. Nil- und Kanadagänse sind deshalb bundesweit dem Jagdrecht unterstellt. In Umsetzung dieser Rechtspflicht und im Rahmen eigener Kompetenzen hat die rot-grüne Landesregierung auf Initiative der Grünen-Ministerin Höfken für Rheinland-Pfalz in § 42 der Landesjagdverordnung sogar die noch weitergehende Regelung getroffen, dass Jungtiere der Nilgänse bis zu einem Alter von einem Jahr ganzjährig zum Abschuss freigegeben sind.

Bei dieser Rechtslage müssen die Verantwortlichen so handeln, wie es in Koblenz geschieht.

Denn das Thema Nil- und Kanadagänse wird nicht alljährlich aus der Mottenkiste geholt, sondern es verschärft sich von Jahr zu Jahr zulasten der Menschen, nicht nur im Freibad. Diese Gänse richten bei den Gemüsebauern im Gebiet der Stadt Koblenz erheblichen Schaden an, ohne dass hier ein Wildschadensersatz geleistet wird. Auch das mörderische Verhalten der Gänse gegenüber Stockenten und Co. darf nicht ignoriert werden. Natürliche Feinde dieser invasiven Arten fehlen. Deshalb muss in diesem Falle der Mensch in der durch Menschen geformten Landschaft als Regulator eingreifen. Wer aber das Wohl der (invasiven) Tiere über das Wohl und die Gesundheit der Menschen stellt, der stellt die Grundlagen unserer Gesellschaft in Frage. Dafür aber ist im Stadtrat, im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung kein Platz.

Pressemitteilung des

CDU-Ortsverbandes Koblenz-Süd

Rudolf Kalenberg, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Koblenz-Süd und Mitglied des Stadtrates.Foto: privat

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Kommentare
10.06.201818:48 Uhr
juergen mueller

Dieser Kommentar ist gleichzeitig wieder ein Beweis dafür,dass es wohl kein Thema gibt,zu dem Politiker ihren Senf nicht beitragen u.mit welcher Wortwahl sich hier ins Zeug gelegt wird.Wenn Sie sich Ihr Wissen,Herr Kalenberg,schon erlesen müssen,dann bitte richtig.Das,was Ihnen jetzt angebl.Sorgen bereitet,wurde ehemals von Gutbetuchten (auch Politikern) wegen ihres hübschen Federkleides nach Europa gebracht,wurde dank heimisch,dann überdrüssig,ausgesetzt u.konnte sich ungestraft vermehren.Sie,die Politik,als selbsternannter Regulator,greifen jetzt ein,unterstellen andersdenkenden die Grundlagen unserer Gesellschaft infrage zu stellen u.das für deren Ansichten/Einwände im Stadtrat kein Platz sei.Seit wann werden diese denn überhaupt im Stadtrat gehört?Ihre Grundlagen unserer Gesellschaft sind nichts weiter als weiche Werte.Gerade in der Politik geht es doch nicht um Ordnung,sondern um maximale Ausnutzung persönlicher Spielräume,die Verteidigung eigener Ungebundenheit,dank dem Wähler.

06.06.201800:55 Uhr
juergen mueller

Herr Kalenberg, es ist ja nichts Neues, dass sich Politiker zu jedem Thema äussern, am Besten so, dass es ihnen selbst zugute kommt. Wenn ich lese/höre, dass einem Politiker das "Wohl der Menschen am Herzen liege" dann wird mir jedes mal schlecht. Ihre Kenntnisse haben sie wahrscheinlich aus "WIKIPEDIA" rekrutiert, die einfachste Art u.Weise, bei jeder Art von Themem überhaupt mitreden zu können. Sie (be)nutzen schamlos Eltern, Kinder etc. für ihre sich profilierenden Zwecke aus, Kapital aus einem Thema zu schlagen, dass Koblenz schon Jahre beschäftigt, bezeichnen Tiere als invasiv u. Tierschützer als übersensibel ohne selbst konkrete Vorschläge zu einer Lösung zu machen. Ihre überaus kontraproduktiven Äusserungen dienen nur ihrer persönlichen Affektivität, wie das in ihrem Umfeld so üblich ist, trägt jedoch in keinem Falle zu einer Lösung bei. Ich empfehle Ihnen, sich einmal mit dem KERN dieses Problemes zu befassen.

05.06.201809:58 Uhr
Uwe Klasen

Mit den Worten einer berühmten Zeitgenossen: "Nun sind sie halt da" und "Wir schaffen das!"

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