Politik | 17.08.2022

„Unser-Klima-Cochem-Zell e.V.“ und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Nützliche Tipps gegen hohe Gaskosten

Cochem-Zell. Auch im Landkreis Cochem-Zell sind zahlreiche Haushalte und Unternehmen von deutlich gestiegenen Gaspreisen und der Gasmangellage betroffen. Ab Oktober können Versorger die Gaspreise bei bestehenden Verträgen deutlich erhöhen. So beträgt die Gasumlage inklusive Mehrwertsteuer rund 2,9 Cent je Kilowattstunde, wie die Gasnetzbetreiber kürzlich verkündet haben. Das kann für einen vierköpfigen Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Mehrkosten in Höhe von 576 Euro im Jahr bedeuten. Zudem ist weiterhin nicht sicher, ob im nächsten und den darauf folgenden Wintern ausreichend Erdgas verfügbar sein wird. Ohnehin ist es geboten, schnellstmöglich die Verbrennung der klimaschädlichen fossilen Energien zu beenden und stattdessen auf erneuerbare Energien zu setzen. Die kreiseigene Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“ und Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Andre, Energieberater für die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, informieren gemeinsam über die Möglichkeiten, den Verbrauch von Erdgas zu minimieren. Komplett unabhängig vom Erdgas werden Haushalte, in denen die Heizungsanlage ausgetauscht und stattdessen beispielsweise eine Wärmepumpe oder Pelletheizung eingebaut wird. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Wärmepumpen aktuell mit Zuschüssen in Höhe von 25 bis 40 Prozent. Besonders effizient sind hierbei die Erdwärmepumpen, da die Temperatur in der Tiefe von etwa 70 bis 100 Metern das ganze Jahr über konstant ist. Aber auch Luftwärmepumpen sind selbst im Altbau in immer mehr Fällen geeignet. Tendenziell mildere Winter, Weiterentwicklungen, Zusatzheizungen und Maßnahmen zur Senkung der benötigten Vorlauftemperaturen machen dies möglich. Das BAFA fördert auch Pelletheizungen, wobei diese aber seit Kurzem nur noch mit Förderquoten von 10 bis 20 Prozent bezuschusst werden. Solarthermische Anlagen werden mit einer Förderquote in Höhe von 25 Prozent bezuschusst. Mit diesen kann der Gasverbrauch für die benötigte Raumwärme und das Warmwassers immerhin um einen kleinen Anteil reduziert werden.

Dauerhaft niedrige Energieverbräuche erzielt man durch die Dämmung der Gebäudehülle. Hierzu zählen der Fenster- oder Glastausch, die Dämmung von Außenwänden, Kellerdecke und oberster Geschossdecke oder dem Dach. Diese Einzelmaßnahmen werden aktuell mit Förderquoten von 15 bis 20 Prozent bezuschusst, wahlweise über das BAFA oder im Nachgang über die Steuererklärung. Wer sich für eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus entscheidet, kann je nach Standard einen Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von fünf bis 25 Prozent von der staatlichen KfW-Bank erhalten.

Aber auch ohne einen Heizungstausch und die Wärmedämmung lässt sich viel Erdgas einsparen. Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Andre hat hilfreiche Tipps zusammengestellt, welche auf der Webseite der kreiseigenen Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“ bereitgestellt werden (www.ukcz.de). Hierzu zählen beispielsweise die Entlüftung der Heizkörper, die Nachtabschaltung der Heizungsanlage oder die Reduzierung des Warmwasserdurchflusses am Duschkopf. Die Verbraucherzentrale bietet zahlreiche Broschüren zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten kostenlos zum Herunterladen im Internet an. Eine persönliche Beratung ist telefonisch, per Video-Anruf oder in den Räumen der Kreisverwaltung jeden 1., 2. und 3. Dienstag im Monat nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Ein Termin kann beim Behördentelefon unter der 115 (ohne Vorwahl) vereinbart werden. Die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e.V.“ ist unter der 02671-61 681 oder unter info@ukcz.de erreichbar.

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