Haushaltsvolumen drastisch erhöht
Nur eingeschränkte Steuerungsmöglichkeiten
Altenahr.Auf das 60fache des „Vorflutvolumens“ sollen die Investitionen der Verbandsgemeinde Altenahr steigen. Beim Ergebnishaushalt soll eine Vervierfachung erfolgen, damit die Verwaltung dies auch alles umsetzen kann. Die Kreditaufnahme soll sich verzehnfachen. Das ist der Kern der Stellungnahme der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Altenahr zum Haushaltsplan 2023. In absoluten Zahlen: „30,8 Millionen Euro Erträge gegenüber 7,7 Millionen Euro im Jahr 2021. Investitionen 53,8 Millionen Euro (2021: 870.000 Euro), neue Kredite 3,6 Millionen (2021: 430.000 Euro)“, führte der Fraktionsvorsitzende Andreas Hermens aus. „Das ist fast nicht mehr zu begreifen, der konkrete Gestaltungsspielraum bei einzelnen Maßnahmen ist nur eingeschränkt und durch die Maßnahmen des Wiederaufbaus diktiert.“ Ergänzend dazu führte die Vertreterin der SPD im Werksausschuss Abwasser der Verbandsgemeinde, Dr. Sigrid Dehmelt aus, das alleine für die Ausgaben des Abwasserwerks im Vermögensplan 40 Millionen Euro gegenüber 3,4 Millionen Euro in 2021 vorgesehen seien.
Die SPD-Fraktion hat dem Haushalt dennoch zugestimmt. Umso wichtiger sei es, bei den zahlreichen Maßnahmen zum Wiederaufbau die Langfristperspektive, die in der Sitzung auch in Form eines „Leitkonzeptentwurfes“ dargestellt wurde, nicht aus den Augen zu verlieren, so der Fraktionsvorsitzende.
Pressemitteilung SPD Mittelahr
