Landespolitik informiert sich in Mülheim-Kärlich
Obstanbau in der Region hat hohen Stellenwert
Mülheim-Kärlich. Frostschäden in der Blüte, Verluste durch Trockenheit, Beschädigungen durch Schlagregen, der Obstanbau kennt viele Risiken die sich aus Wetterkapriolen ergeben. Viele Obstbauern in der Region haben in diesem Jahr mit den Folgen des Frosteinbruchs während der Blütezeit im Frühjahr zu kämpfen. Über die Situation der Obstbauern im nördlichen Rheinland-Pfalz erkundigten sich nun die Mitglieder des Landtages Christine Schneider, Arnold Schmitt und der örtliche Abgeordnete Josef Dötsch. Christine Schneider aus Edenkoben ist im Bundesfachausschuss der CDU Landwirtschaft und ländlicher Raum, Arnold Schmitt aus Trier Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Weinbau im rheinland-pfälzischen Landtag.
Obstbau mit Herzblut
Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt vom gepflegten Zustand der Anlagen. „Hier zeigt sich mit wieviel Herzblut und innerer Überzeugung der Obstbau betrieben wird“, brachte es Christine Schneider auf den Punkt. Noch vor wenigen Tagen hatten die Parlamentarier im Mainzer Landtag über mögliche finanzielle Hilfen für betroffenen Obstbauern beraten. „Eine Hilfe, die für die Obstbauern in der Region nicht in Frage kommt. Sie tragen die wirtschaftlichen Verluste aus eigener Kraft“, so der Vorsitzende des Obstbaurings Thomas Kreuter und der Vorsitzende des Bauernortsverbandes Rudolf Flöck. Je nach örtlicher Lage der Plantage handelt es sich bei den Frostschäden um einen Totalverlust der süßen Frucht. Die durchschnittlichen Ernten in anderen Obstfeldern können diesen Verlust nicht ausgleichen. Dabei setzen die Obstbauern im Frühjahr Hilfsmittel wie Frostwächter ein, um Frostschäden zu minimieren. Diese konnten jedoch in diesem Frühjahr der Wetterlage nicht widerstehen. Mit anderen Verfahren möchten die Obstbauern nun den sich ändernden Wetterlagen stellen. Diese Herausforderung gilt es ebenso zu bestehen wie der Kampf gegen neue Schädlinge wie die Essigfliege. Hier sind die Bauern neben der Eigeninitiative auch auf fachliche Beratung angewiesen. Diese erhalten sie von dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum. Thomas Kreuter hat kein Verständnis für die Absicht der Landesregierung, diese Beratungsmöglichkeit im Norden des Landes dem Rotstift zum Opfer fallen zu lassen. Gerade hier, dem zweiten großen Obstanbaugebiet in Rheinland-Pfalz neben Ingelheim, ist diese hoch qualifizierte Beratung richtig angesiedelt. Dabei macht Kreuter klar, dass man durchaus bereit ist auch seinen eigenen Beitrag für diese Beratungstätigkeit zu leisten. Schließlich sei die Obstanbaufläche in der Region in der Vergangenheit nicht geschrumpft sondern gewachsen. Ein prägendes Element der hiesigen Kulturlandschaft.
Pressemitteilung von
Josef Dötsch, MdL
