Bürgerdialog zum Merler Keil III im Ratssaal
Offenes Ohr für Sorgen und Wünsche
Meckenheimer hatten viele Anregungen
Meckenheim. Ist die Verkehrsstruktur tatsächlich für einen weiteren Neubauabschnitt geeignet? Wie wird der Bauverkehr geleitet und welche Bauformen mit wie vielen Geschossen sind überhaupt vorgesehen? Diese und viel mehr Fragen und Anregungen hatten die Meckenheimer im Bürgerdialog zum geplanten Neubaugebiet Merler Keil III im Ratssaal.
Um eine funktionierende Ökologie ohne Steinwüsten in Vorgärten sorgte sich Wilhelm Mellinger. Angelehnt an die Formulierung des NABU nannte er die falsch verstandenen, angeblich pflegeleichten Steingärten „Gärten des Grauens“, die keinen ökologischen Nutzen hätten und zudem zu ihrer Erhaltung nach spätestens zwei bis drei Jahren den Einsatz starker Herbizide benötigten. Andere machten sich Gedanken über den Bauverkehr und die Parksituation. Bereits jetzt seien zu wenige Parkplätze vorhanden.
Starkregen berücksichtigen
An die Überflutungen bei Starkregenereignissen erinnerte sich ein anderer und bat darum, dass die Flächenversiegelung so gering wie möglich ausfallen solle und für den Abfluss des Niederschlagswassers in ausreichender Dimension gesorgt würde. Auch die derzeit nicht ausreichende Infrastruktur sprach jemand an, diese müsste ausgebaut werden.
Eine Bürgerin wünschte sich, dass die Stadt eine zeitgemäße Energieversorgung, beispielsweise per Blockheizkraftwerk, im Blick haben möge. Die vorhandenen Nachtspeicheröfen in den anderen Bauabschnitten entsprächen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Viele wünschen sich Tempo-30-Zonen
Verschiedene Grundstücksgrößen trügen dazu bei, dass auch ältere Menschen, denen ein großer Garten zu viel Pflegeaufwand sei, ein kleineres Grundstück erwerben könnten, meinte eine Andere. Die Nächsten baten darum, im neuen Bauabschnitt ebenso wie in den bestehenden Bereichen des Merler Keils I und II effektive Verkehrsberuhigungen zu realisieren. Viele wünschten sich hier und vor der eigenen Tür eine Tempo-30-Zone. Außerdem solle der Freizeitwert des Gebiets erhalten bleiben, war von Vielen zu hören. Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer bat um die Erhaltung des Holzwegs als Spazier- und Radweg, der zur Erholung diene.
Auch andere autofreie Bereiche sollten eingeplant werden, fand ein Meckenheimer. Zudem solle man alternative Verkehrsformen wie Carsharing oder einen Lastenradverleih berücksichtigen. Auch Anpassungen im ÖPNV seien angesichts der vielen neuen Bewohner im Merler Keil sicherlich notwendig.
Fragen nach der Bauhöhe
Vielen war die Bauhöhe der geplanten Gebäude wichtig. Sie hätten viel Geld in ihre Häuser investiert und würden jetzt nur ungern einen mehrstöckigen Bau direkt vor ihrem Fenster haben. Um die Parksituation zu entspannen, seien vielleicht Tiefgaragen unter den Häusern denkbar, regte eine andere Bürgerin an.
Die Verwaltung nahm die vielfältigen Vorschläge auf und kündigte eingehende Diskussionen im Rahmen der beiden im Sommer und Herbst stattfindenden Bürgerwerkstätten an. Erst danach könne man in das eigentliche Bebauungsplanverfahren einsteigen, erklärte Fachbereichsleiterin für Stadtplanung der Stadt Meckenheim. Nach dem derzeitigen Zeitplan könne man mit privaten Bautätigkeiten in etwa fünf bis sechs Jahren rechnen.
Verkehrsplaner Arne Blase und Stadtplaner Klaus Zimmermann stellten die Gutachten zur Verkehrs- und Lärmbelastung vor. Fazit: Weder der eine noch der andere Faktor sein ein Bauhindernis.
Randvoll war der Ratssaal beim Bürgerdialog. Foto: Petra Reuter
Luftbilder, Markierungen und Tabellen erläuterten die zu berücksichtigenden Aspekte. Foto: Petra Reuter
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