Für den Bau des Kreisverkehrs muss die K 57 drei Monate lang gesperrt werden
Ortsumgehung Gimmersdorf kommt voran
Abteilungsleiter Dieter Günter Dettke informierte die Bürger über den neuesten Stand der Dinge
Gimmersdorf. „Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass wir uns heute mitten in der Bauphase treffen und nicht über ein Projekt reden, das in weiter Ferne ist?“ Mit dieser Frage begrüßte der Ortsvertretungsvorsitzende Christoph Fiévet etwa drei Dutzend Gimmersdorfer beim Informationsabend zum Baufortschritt der Ortsumgehung. 51 Jahre nach den „Untersuchungen des Landkreises Bonn zu einer Umgehung Gimmersdorf“ seien nun die Bauarbeiten voll im Gang. Dieter Günter Dettke, der Abteilungsleiter Kreisstraßenneubau des Rhein-Sieg-Kreises, berichtete über den Stand der Dinge und ging auch auf Fragen der Bürger ein.
Er erläuterte zunächst die einzelnen Bauabschnitte. Schon fertiggestellt sei der erste Bauabschnitt, nämlich der Bau der Brücke, auf der die Berkumer Straße die tiefer liegende Ortsumgehung überquert. Anfang vergangenen Jahres startete der Bau des Versickerungsbeckens, der im Osten des „Bonner Pfades“ künftig das Oberflächenwasser von der Ortsumgehung auf dieser Seite der Brücke auffangen soll. Das Regenwasser auf der anderen Seite der Brücke wird von den neu angelegten Böschungen aufgefangen und fließt in den vorhandenen Regenwasserkanal an der Dreikönigenstraße. Dieser Kanal werde allerdings noch deutlich vergrößert, um das Zusatzvolumen auffangen zu können.
Außerdem muss ein dickes Telekommunikations-Kabel auf einer Länge von 400 Metern noch verlegt werden. Mitte Februar hätten die Ausschachtung für die Einmündung der K14 neu auf die Landstraße 123 begonnen. Mit Baggern, die sogar über Satelliten-GPS gesteuert werden, würde dort bis zu sieben Meter tief gebuddelt. „Und die Böschungen werden modelliert“, so Dettke.
Der Bau der eigentlichen Straße soll in vier weiteren Bauabschnitten vonstattengehen. An der Einmündung der Ortsumgehung auf die L 123 sei schon angefangen worden. Allerdings seien Probleme mit dem Schichtenwasser aufgetreten, die in diesem Umfang nicht erwartet worden waren und die den Baufortschritt auch leicht verzögern würden. Deshalb müsse auch der Unterbau der Fahrbahn 70 Zentimeter tiefer als geplant ausgeschachtet und mit grobem Material gefüllt werden, damit das Wasser schneller versickern könne. Das Wasser komme von den Feldern in der Nachbarschaft, das sei in dem Umfang nicht zu erwarten gewesen. Dennoch stellten diese unerwarteten Schwierigkeiten das Projekt insgesamt nicht infrage, „aber wir hoffen jetzt wirklich auf besseres Wetter, denn die bisherige Nässe behindert die Arbeiten doch ziemlich.“
Damit der geplante Kreisverkehr an der Stelle, an der der Neuenhofsweg in den Kommunalweg mündet, errichtet werden kann, müsse die K 57 wohl von Ende Juli bis Ende Oktober gesperrt werden, warnte Dettke die Gimmersdorfer vor. Der Wirtschaftsweg oberhalb des neuen Sickerbeckens werde dabei auch mit Asphalt ausgebaut, damit die Bauern später mit ihren Traktorreifen nicht so viel Dreck auf die neue Umgehung tragen. Für die Anbindung der Ortsumgehung an die Ließemer Straße müsse später auch die Ließemer Straße zeitweise gesperrt werden. Der Verkehr soll parallel über eine provisorische Baustraße mit Ampelregelung geleitet werden.
Ende Oktober soll dieser Abschnitt fertiggestellt sein, hofft er. Danach folgt der Ausbau der Straße zwischen dem „Bonner Pfad“ und der „Ließemer Straße“, was voraussichtlich bis zum Jahreswechsel dauern werde. Zum Schluss soll der „Rüssel“ fertiggestellt werden, der von der neuen Umgehung auf die Ließemer Straße führt. Das anschließend nicht mehr für den Verkehr benötigte Reststück werde entsiegelt und für Fußgänger und Radfahrer reserviert, was übrigens eine Bitte der Gemeindeverwaltung gewesen sei, erläuterte Dettke auf Nachfrage.
JOST
