Politik | 25.09.2025

Videokonferenz mit dem Koblenzer Bundestagsabgeordneten und dem Antisemitismusbeauftragten Dr. Felix Klein schärft Blick auf Situation der Juden in Deutschland

Oster: „Jüdisches Leben ist auch bei uns massiv bedroht“

Josef Oster, MdB  Foto: Laurence Chaperon

Koblenz. Antisemitismus ist mehr als judenfeindlich. Antisemitismus ist zutiefst demokratiefeindlich. Das verdeutlichte Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, im Rahmen der digitalen Diskussionsrunde, zu der der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Oster als CDU-Dialogbeauftragter für das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz eingeladen hatte.

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der daraus resultierenden massiven Eskalation des Nah-Ost-Konflikts steht jüdisches Leben in Deutschland immer mehr unter Druck und sieht sich Bedrohungen aus dem rechts- wie linksextremistischen und auch aus dem migrantischen Milieu ausgesetzt.

Die dramatische Zunahme judenfeindlicher Straftaten in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren führten dazu, dass sich die Menschen zurückziehen und jüdisches Leben aus dem Sichtfeld der Gesellschaft verschwindet. „Das reicht so weit, dass Juden aus Angst einen anderen Namen benutzen, wenn sie ein Taxi oder Pizza bestellen“, so Klein.

Oster und Klein kämpfen beide in ihren politischen Positionen dafür, dem entgegenzuwirken und Aufklärungsarbeit zu leisten. „Die friedlich bei uns in Deutschland lebenden Menschen haben nichts mit dem Nah-Ost-Krieg zu tun“, konstatierte Oster, der mit großer Sorge beobachtet, dass das Existenzrecht Israels zunehmend auch aus dem links angesiedelten Spektrum der Gesellschaft angezweifelt wird. „Auch an deutschen Hochschulen ist Antisemitismus heute ein ernsthaftes Problem.“ Viele Universitäten seien keine sicheren Orte mehr für jüdische Studierende, die aus Angst den Campus mieden oder ihre jüdische Identität versteckten.

Felix Klein verwies auf die Notwendigkeit, Antisemitismusbeauftragte an Hochschulen und auch an allen Staatsanwaltschaften einzusetzen, um zu sensibilisieren, aufzuklären und Straftaten effektiv zu ahnden. Der Experte dankte dem Koblenzer Abgeordneten für dessen Arbeit und die Gelegenheit, im digitalen Diskurs mit Interessierten das wichtige Thema in den Blick der Gesellschaft zu rücken. Pressemitteilung

Josef Oster, MdB

Josef Oster, MdB Foto: Laurence Chaperon

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : Ein 3er BMW unmittelbar vorm Haus des Döners. Mehr Klischee geht nicht ????
  • Jörg Schneider : Sehr interessanter Artikel, danke dafür. Allerdings ist hier eine Richtigstellung notwendig. Frau Schäfer ist zwar Mitglied der freien Bürgerliste, ist aber nicht von dieser als Bürgermeisterkanidatin nominiert worden.
  • Boris Klug: Wohl ist durch die Beschädigungen an den Verteilerkästen - einer wurde komplett "abrasiert" - die Versogung mit Telefon, Fernsehen und Internet in der Innenstadt erheblich gestört.
Dauerauftrag
Ralf Schweiss
Dauerauftrag 2026
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPlAN Münch GmbH
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Imagewerbung
PR-Anzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Anzeige Der neue BMW iX3 - Angebotsanzeige
Empfohlene Artikel

Neuwied. Der Stadtrat Neuwied muss nicht mehr lange im Amalie-Raiffeisen-Saal der vhs tagen: Zu Ostern werden die Stadtwerke Neuwied (SWN) die neue Veranstaltungshalle an die Stadt übergeben. Es sei noch einiges zu tun, berichtet Projektleiter Thomas Endres, Prokurist der SWN, doch der Zeitplan könne eingehalten werden.

Weiterlesen

Niederbieber. Ins Gespräch kommen – das möchte Neuwieds Oberbürgermeister in der Reihe „Auf ein Wort mit Jan Einig“. Dabei sucht er die Stadtteile auf, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten. Dieser persönliche Kontakt ist Jan Einig ein besonders wichtiges Anliegen.

Weiterlesen

Rengsdorf. Zum Antrittsbesuch begrüßte Bürgermeister Pierre Fischer die Vorständin der Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“, Sandra Köster, sowie den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises Neuwied, Harald Schmillen, im Rathaus in Rengsdorf.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Küchen Image
Firmenübernahme TGAPLAN Münch
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPlAN Münch GmbH
Landtagswahl
Imageanzeige
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 5
Gegengeschäft
Stoffmarkt in Remagen
Titelanzeige Goldankauf
Landtagswahlen 2026 - Guido Orthen
40-jährigers Mitarbeiterjubiläum
Maifeld
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPlAN Münch GmbH