Politik | 08.06.2017

Reduzierung des Schienenverkehrslärms im unteren Mittelrheintal und auf der Siegstrecke

Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ zieht positive Bilanz

Das Foto zeigt (v.li.n.re.): Erwin Rüddel MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Detlev Pilger MdB (SPD-Bundestagsfraktion), PStS Ulrich Kelber (BMJV), PStS Enak Ferlemann (BMVI), Tabea Rößner MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Bundestagsfraktion), Andreas Gehlhaar (Deutsche Bahn) und Gerd Kirchhoff (BIN gegen Bahnlärm e. V.). privat

Kreis Neuwied. Die fraktionsübergreifende Parlamentsgruppe Bahnlärm zeigt sich erfreut über die Erfolge in dieser Legislaturperiode. Beim letzten Treffen in dieser Periode resümiert der heimische CDU Bundestagsabgeordnete und Initiator Erwin Rüddel, der sich insbesondere für leisen Schienenverkehr im unteren Mittelrheintal und auf der Siegstrecke einsetzt: „Es ist uns gelungen, das Thema Bahnlärm und die Situation der Menschen vor Ort auf die politische Agenda zu setzen. Wir haben Druck gemacht, uns weiter vernetzt. Die Erfolge dieser Legislaturperiode können sich sehen lassen.“ Bis 2020 wird die Bundesregierung den Schienenverkehrslärm durch Verbot lauter Bremssysteme halbieren. Eine Minderung um 10 Dezibel wird dabei vom menschlichen Gehör bereits als Halbierung des Lärms empfunden. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) setzt dabei auf eine 3-Punkte-Strategie namens „Leise Schiene“. Zum einen soll Lärmschutz an der Quelle betrieben werden, deshalb wird die Umrüstung auf lärmarme Bremstechnik vom BMVI mit 152 Millionen Euro gefördert. Ab 2018 überwacht zudem ein bundesweites Monitoringsystem die Lärmbelastung an mehr als zwei Dritteln des gesamten Schienengüterverkehrs, denn seit 2013 gilt: „Laute Züge zahlen mehr als leise.“ Zum anderen soll durch ein Zukunftsinvestitionsprogramm der stationäre Lärmschutz an bestehenden Schienenwegen weiter reduziert werden. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sollen mit der überarbeiteten Lärmberechnungsvorschrift schließlich klarer werden, sodass ab dem Fahrplanwechsel 2020/21 keine lauten Güterwagen mehr auf dem deutschen Schienennetz fahren dürfen. Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Enak Ferlemann, der beim Treffen dabei war, versicherte der Gruppe, weitere finanzielle Mittel zur Eindämmung des Bahnlärms bereitzustellen und betonte: „Über das große Engagement in Sachen Lärmschutz an der Schiene freue ich mich und bin guten Mutes, dass wir auch in der neuen Legislaturperiode viel bewegen können, um mehr Akzeptanz für den klima- und umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu erreichen.“ Der Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn, Andreas Gehlhaar, der ebenfalls dabei war, betonte die Wichtigkeit der Förderung von innovativen Konzepten gegen Bahnlärm, die es jetzt in einem dauerhaften Prozess in den Regelgebrauch zu integrieren gilt. Bereits 2018 soll ein Prototyp eines energieeffizienten, leisen und zudem kostengünstigen Güterwagens getestet werden. „Zwar sind schon über 40 Prozent der lärmbelasteten Streckenkilometer lärmsaniert, doch nur einer leisen Bahn gehört die Zukunft, deshalb bleibt Lärmschutz eine Daueraufgabe – auch nach 2020“, konstatierte Andreas Gehlhaar. „Daher beruhigt es uns zu wissen, dass unser Engagement zur Optimierung des Lärmschutzes von so wichtigen Akteuren wie der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium auch in Zukunft weiter unterstützt wird“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung des

Bürgerbüros AK

Erwin Rüddel MdB (CDU)

Das Foto zeigt (v.li.n.re.): Erwin Rüddel MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Detlev Pilger MdB (SPD-Bundestagsfraktion), PStS Ulrich Kelber (BMJV), PStS Enak Ferlemann (BMVI), Tabea Rößner MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Bundestagsfraktion), Andreas Gehlhaar (Deutsche Bahn) und Gerd Kirchhoff (BIN gegen Bahnlärm e. V.). Foto: privat

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