Freie Wähler Koblenz
Parteitämter-Bann ist wohl nur Revange für mangelnde Linientreue
Koblenz. Der Bann von allen Parteiämtern der AfD für den Koblenzer Joachim Paul ist nach Ansicht des stellvertretenden Kreisparteivorsitzenden der Freie Wähler Koblenz, Christian Altmaier, wohl nur eine Revange für mangelnde Linientreue in AfD-Landesverband und Landtagsfraktion. Der Anlass sei richtig, indes ist dies kein Beleg für eine Selbstreinigung der AfD von extremen Kräften. Die Extremen hätten nach Ansicht Altmaiers vielmehr nun auch in Rheinland-Pfalz vollends das Ruder übernommen.
Denn mit dem Putsch an die Spitze der Landtagsfraktion, sei nun mit dem Neuwieder Jan Bollinger ein weiterer Getreuer des thüringer Spitzenfunktionärs und gerichtlich als „Nazi“ bestätigter Björn Höcke am Ruder. „Schon vor 90 Jahren gab es eine Gruppierung, in der die Führung ihre Spitzen säuberte und unliebsame Weggefährten, die gleichwohl ebenso überzeugt sind von ihrer Bewegung, aus dem Weg räumte. Die AfD vollführt in Rheinland-Pfalz nun eine ähnliche Häutung und unter dem blaubraunen Teint kommt jetzt die finale braune Gesinnung auch personell zum Vorschein,“ erklärt Altmaier.
Denn eigentlich hätte man Joachim Paul, wenn es die AfD wirklich um politische Hygiene gehen würde, schon zum Skandal um die „Black-Shirt-Affäre“ aus der parteipolitischen Verantwortung nehmen müssen. Aber zum damaligen Zeitpunkt sei der Koblenzer noch willfähriger Getreuer und notwendiger Unterstützer gewesen, mutmaßt Freie Wähler-Vize Christian Altmaier. Der jetzt gezeigte Gruß, über den landesweit die Medien berichteten, sei eben nicht „Okay“, sondern von Überzeugungstäter Paul bewusst in Szene gesetzt. „Er will seinen Getreuen gefallen, seine Bemühungen ein Moderater in der AfD zu sein, waren immer nur eine Täuschung.“
Daher bleibt Christian Altmaier auch seiner Linie treu und wird auch weiterhin keinen Handschlag von Paul annehmen: „Schon zu seinem Einzug in den Stadtrat verweigerte ich ihm höflich aber bestimmt den Handschlag. Weder von extremen Linken, noch von extremst Rechten lasse ich mir einen Handschlag aufzwingen.“ Auf „Twitter“ hatte sich Joachim Paul seinerzeit beschwert und die „Spaltung der Gesellschaft“ kritisiert. „Er ist ein Spalter und wer seinen Reden in Landtag und Stadtrat aufmerksam zuhört, weiß auch wie brandgefährlich sein Worte sind.“ Pressemitteilung
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