Stadtrat wählt Nachfolger von Detlev Koch

Peter Diewald wird ab Januar Erster Beigeordneter der Kreisstadt

Der Christdemokrat erhielt 20 von 34 Stimmen - sein Mitbewerber Dr. Jürgen Lorenz kam auf zehn Stimmen

29.05.2018 - 09:38

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Christdemokrat Peter Diewald tritt ab dem kommenden Januar die Nachfolge von Detlev Koch als Erster Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler an. Der ehrenamtliche Ortsvorsteher von Ahrweiler, der seit zehn Jahren in der Kommunalpolitik aktiv ist, setzte sich bei der geheimen Abstimmung im Stadtrat gegen seinen Mitbewerber Dr. Jürgen Lorenz von der Wählergruppe Jakobs mit 20 zu 10 Stimmen durch. Drei Ratsmitglieder enthielten sich, eine Stimme war ungültig. Bürgermeister Guido Orthen hatte bei dieser Wahl laut Gemeindeordnung kein Stimmrecht.


Dem Stadtrat gehört der 57-jährige gelernte Bankkaufmann seit 2009 an.

Er ist seit 25 Jahren bei der Volksbank RheinAhrEifel tätig, zur Zeit als Teamleiter Privatkunden und Filialleiter im Mittelzentrum. Diewald ist in zweiter Ehe verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe.

Er wird diese Woche wohl als eine der aufregendsten in seinem ganzen Leben in Erinnerung behalten, denn nur zwei Tage später errang er beim Ahrweiler Schützenfest auch noch die Ehre des Bürgerschützenkönigs der Rotweinmetropole.

Seine achtjährige Amtszeit als Erster Beigeordneter tritt er zum Januar 2019 an und folgt damit auf Detlev Koch, der zum Jahresende in den Ruhestand tritt.


Kleine Stadtteile dürfen nicht auf der Strecke bleiben


In einer viertelstündigen Bewerbungsrede hatte er vor dem Wahlgang seine Vorstellungen skizziert, wie er als „zweiter Mann“ der Kreisstadt wirken möchte. „Es reizt mich sehr, meine Heimat mitzugestalten und auf dem Weg zur Landesgartenschau 2022 mitzuwirken.“ Zudem wolle er Motor sein, um mit Mitarbeitern des Rathauses Ideen zu entwickeln, die in entsprechende Projekte in allen

Stadtteilen einfließen sollen. „Denn bei aller Priorität der Landesgartenschau 2022 dürfen auch die kleinen Stadtteile nicht auf der Strecke bleiben“, machte er deutlich. Diewald wies auf seinen großen Erfahrungsschatz hin und versprach, sich stets auf die Suche nach Konsens zu begeben und auch Menschen mit anderer Meinung Wertschätzung entgegenbringen zu wollen. „Ich werde mich mit Herzblut und Tatendrang einbringen“ versprach er. Allerdings waren nicht alle statt Ratsmitglieder glücklich über den

Wahlausgang. So meldete sich Wolfgang Schlagwein, Fraktionssprecher der Grünen im Stadtrat, noch während der Sitzung mit einer E-Mail zum Geschehen. Zunächst gratulierte er Peter Diewald zur Wahl als hauptamtlichem Beigeordneten.

Um gleich anschließend sein Bedauern auszudrücken, „dass alle externen Bewerber für das Amt des Beigeordneten wieder abgesprungen sind.“ Angesichts einer im Vorfeld der Stellenausschreibung von CDU und SPD getroffenen Absprache zur Besetzung der Stellen eines Geschäftsführers bei der Landesgartenschau gGmbH und des Ersten Beigeordneten sei das aber verständlich.

„Gerade externe Bewerber begeben sich selten öffentlich in ein aussichtsloses Rennen“, wusste Schlagwein. Deshalb habe seine Fraktion auch keinen eigenen Kandidaten gestellt.

JOST

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juergen mueller:
Mit Millionen, Herr Rüddel, haben Sie ausnahmsweise einmal recht. Genau sind es über 30 Millionen Bürger*innen, die sich freiwillig und OHNE Bezahlung für das Gemeinwohl engagieren. Dazu gehört die Politik jedoch nicht, auch wenn dies, wie unlängst in Koblenz geschehen, hier auf die vermeintlich ehrenamtliche...
Gabriele Friedrich:
Wenn es Zeugen gegeben hat, warum haben die nicht geholfen? Es geschah am hellichten Tag...und keiner hat was gesehen? DAS ist unsere Gesellschaft, die verachtenswerter nicht sein kann....
Gabriele Friedrich:
Längst im Ausland...und Tschüß. Hier findet man den Wagen nicht mehr, dafür sind die Banden zu gut organisiert....
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