Politik | 29.07.2013

Piratenpartei Rhein-Sieg-Kreis

Petition zur Einhaltung der Versorgungspflicht von Fundkatzen unterstützt

Rhein-Sieg-Kreis. Laut eines Berichtes des General-Anzeigers will die Gemeinde Swisttal die Kosten der Fundtierversorgung verringern, indem Katzen nicht mehr als Fundtiere deklariert werden. Damit folgt Swisttal dem Beispiel der Gemeinden Much und Neunkirchen-Seelscheid.

Für die Piraten im Rhein-Sieg-Kreis stehlen sich die Gemeinden damit aus ihrer Verantwortung. In Swisttal stehen Einsparungen in Höhe von 3.900 Euro jährlich einem zu erwartenden Anstieg des Elends unter herrenlosen Katzen gegenüber. Unkastrierte herrenlose Katzen werden sich unkontrolliert vermehren und schlimmstenfalls abgeschossen. Wenn Gemeinden sich für einen Ausstieg aus dem Solidarverbund mit dem Tierheim Troisdorf entscheiden, muss trotzdem die gute Versorgung von Katzen gesichert bleiben. Wenn das Beispiel aus Swisttal, Much oder Neunkirchen-Seelscheid Schule macht, sind weitere gravierende Einschnitte in der Qualität des Tierschutzes im Rhein-Sieg-Kreis zu befürchten.

„Die Einsparungen gegenüber den vom Tierheim Troisdorf geforderten Kosten werden nur erreicht, indem Katzen von den Fundtieren ausgenommen werden“, erläutert Martin Zieroth, Kreisvorsitzender und Direktkandidat der Piraten Rhein-Sieg. „Dabei haben Katzen bisher 90 Prozent der Fundtiere ausgemacht. Es darf keinen Tierschutz nach Kassenlage geben“. Die Piraten unterstützen daher die Petition des Vereins Katzenschutz Bonn/Rhein-Sieg e.V. zur Einhaltung der Versorgungspflicht von Fundkatzen. Sie fordern in ihrem kommunalen Grundsatzprogramm eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen.

„Es ist beschämend, wie sich die Gemeinden über das Leid der Tiere hinweg setzen“, stellt Anja Moersch, Tierschutzaktivistin aus Troisdorf, fest. „Zudem machen Katzen an Gemeindegrenzen nicht halt. Die Kosten für herrenlose Katzen werden auch den umliegenden Gemeinden aufgebürdet“.

Pressemitteilung der

Piratenpartei Rhein-Sieg-Kreis

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