Politik | 19.06.2020

Abschluss der Raiffeisen-Masken-Trilogie

Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel brachte den Schutz an

Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Neuwied hat die letzte „Schutz“-Maske an der Raiffeisen-Statue angebracht, die aus einem Mix von durchsichtigem Kunststoff und in zwei unterschiedlichen Rot-Tönen gehaltenem Tuch besteht.Foto: Stadtverwaltung

Neuwied. Aller guten Dinge sind drei: Das gilt auch für die von den Künstlern Elmar Hermann und Hugo Schneider ins Leben gerufene Aktion, die Raiffeisen-Statue in den Zeiten der Corona-Pandemie mit unterschiedlichen Mund-Nase-Schutzmasken zu versehen. Nun hat Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel die letzte Maske angebracht.

Statuen üben einen besonderen Reiz aus, besitzen einen besonderen Symbolwert. Momentan rücken sie gar in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, werden weltweit gestürzt, wenn sie im Zusammenhang mit rassistischen Ereignissen und dementsprechend historisch belasteten Persönlichkeiten stehen. In der Deichstadt stellt sich die Sache allerdings ganz anders dar.

„Natürlich ist auch unsere Raiffeisen-Statue ein Symbolträger, doch der Name Raiffeisen ist positiv besetzt, steht für Gemeinschaftssinn“, betont der Neuwieder Künstler Elmar Hermann. Nicht umsonst war „Solidarität“ das Motto der ersten Maske, gefolgt von „Individualität“. Die dritte trägt nun den Titel „Schutz“ und weist darauf hin, dass man sich trotz der in Deutschland verhältnismäßig glimpflich ablaufenden Corona-Pandemie nicht in trügerischer Sicherheit wiegen darf.

Wie bisher stammt der Entwurf von Elmar Hermann und Hugo Holger Schneider, beide sind Teil der Künstlergruppe NUANS, die seit 2007 mit diversen Projekten und Ausstellungen international unterwegs ist. Neben der Mundschutzreihe hat NUANS übrigens das Bühnenbild für das aktuelle Stück „Corona Papers“ im Schlosstheater Neuwied gestaltet. Hermann lebt seit drei Jahren wieder in Neuwied und initiiert seitdem immer wieder Projekte in seiner Heimatstadt. Er ist immer im Austausch mit anderen Künstlern und Kulturschaffenden - getreu dem Motto Raiffeisens: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“

Gäste mit einer Verbindung zu Raiffeisen haben den Mund-Nase-Schutz angebracht. Zur letzten Aktion wurde die junge Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Neuwied eingeladen. Sie war sofort begeistert von der Idee. „Friedrich Wilhelm Raiffeisen war ein tief gläubiger Protestant, bereits in der Evangelischen Kirche in Flammersfeld entwickelte er gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer Ideen, um die verarmte Landbevölkerung zu unterstützen“, erinnert Arfmann-Knübel. „Als Bürgermeister in Heddesdorf hat er zudem 1854 den Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein gegründet, um dem ärmeren Landvolk und den städtischen Handwerkern und Arbeitern zu helfen.“

Im Anschluss an die Aktion fand vor dem Denkmal noch ein offener Dialog über die drei Motive „Solidarität“, „Individualität“ und „Schutz“ statt. Teilnehmer waren neben Hermann, Schneider, Arfmann-Knübel noch Petra Neuendorf, die Leiterin des Amtes für Stadtmarketing, und Bernd Willscheid, Leiter des Roentgen-Museums, sowie die bisherigen „Masken-Beauftragten“, der Heimbach-Weiser Künstler Norbert Bleidt und Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Neuwied

Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Neuwied hat die letzte „Schutz“-Maske an der Raiffeisen-Statue angebracht, die aus einem Mix von durchsichtigem Kunststoff und in zwei unterschiedlichen Rot-Tönen gehaltenem Tuch besteht.Foto: Stadtverwaltung

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Heimat aktiv erleben
Kleinanzeige Heckenschnitt
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Stellenanzeige Koch
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
249

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
65

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
181

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die B267 in Rech.  Foto: ROB
4341

Der Grund: Die Deutsche Bahn saniert

Ahrtal: Vollsperrung der B267 und Zugausfall ab 29.06.

Rech/Mayschoß. Die Bundesstraße 267 zwischen Rech und Mayschoß wird von Montag, 29. Juni, bis einschließlich Montag, 13. Juli 2026, für den Verkehr voll gesperrt. Grund hierfür sind Sanierungs- und Böschungsarbeiten der Deutschen Bahn. Die Vollsperrung ist notwendig, da die eingesetzten Arbeitsmaschinen beide Fahrstreifen in Anspruch nehmen und eine sichere Vorbeifahrt für Verkehrsteilnehmende nicht gewährleistet werden kann.

Weiterlesen

Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
2278

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen