Politik | 31.05.2021

FDP wirbt für Nutzung der Solarenergie

Pflicht zur Installation auf Dächern wird abgelehnt

93 Prozent des Potenzials ungenutzt

93 Prozent der Potenziale für Fotovoltaik sind noch ungenutzt, so die Auskunft des Solarkatasters. Die FDP-Vertreter im Kreistag werben für die Nutzung dieses Potenzials. Foto: David Jacobs

Kreis Ahrweiler. Die FDP-Kreistagsfraktion setzt für die verstärkte Nutzung der Solarenergie ein, lehnt aber eine Pflicht zur Installation auf den Hausdächern ab. „Klimaschutz erreichen wir nur durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Die Nutzung der Windenergie im Kreis Ahrweiler stößt allerdings an Grenzen. Die FDP hat daher vorgeschlagen, den Blick stärker auf die Nutzung von Solarenergie zu richten. Der Kreis hat hierbei bereits durch die Installation von Fotovoltaikanlagen auf den kreiseigenen Gebäuden seine Möglichkeiten voll ausgenutzt,“ erläutert der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Ulrich van Bebber. Daher müssten verstärkt auch Freiflächen für die Nutzung von Fotovoltaik und Solarthermie in den Blick genommen werden. Der Kreis bietet hierfür im Internet ein Solarkataster an. Die FDP hat sich für die Erweiterung dieses Solarkatasters auf Freiflächen eingesetzt.

Christina Steinhausen, Kreisbeigeordnete erläutert: „Mit dem flächendeckenden Solarkataster lassen sich jetzt nicht nur für alle Gebäude im Kreis gezielt Informationen über die mögliche Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie auf ihrem eigenen Dach einholen. Jetzt können auch die Möglichkeiten von Freiflächen-Photovoltaik ermittelt werden. Damit kann flächendeckend eine erste grobe Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden.“

Nach Auskunft des Kataster werden im Kreis Ahrweiler erst 7 Prozent des Potenzials für Fotovoltaikanlagen genutzt. „Dies zeigt, dass es hier noch viele ungenutzte Potenziale gibt,“ erklärt der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzender Dominik Graf von Spee.

Hier zeige sich aber auch erneut, dass es viele und ganz verschiedene Wege zum Klimaschutz die. „Für uns als FDP ist es wichtig, diese verschiedenen Möglichkeiten ideologiefrei und technologieoffen zu prüfen,“ bekräftigt der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Strikt abgelehnt wird von der FDP eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen auf den Hausdächern. Dies sei nicht vertretbar, aber auch gar nicht erforderlich, da diese Investitionen in den meisten Fällen ohnehin so wirtschaftlich seien, dass die Eigentümer selbst ein Interesse daran haben. Brauche man keine Vorschriften, sondern könne auf Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger vertrauen.

Bei den verschiedenen jetzt in Diskussion befindlichen Standorten für neue Windkraftanlagen befürwortet die FDP eine Konzentration auf wenige Standorte. Landschaftsschutz, Artenschutz, Vogelschutz, Naturschutz, aber auch Tourismus und unsere Kulturlandschaft seien spezielle Bedingungen, die im Kreis Ahrweiler eine besondere Rolle spielen. Dies begrenzte den Ausbau der Windkraft, was aber letztendlich auch gut und richtig sei. Auch wirtschaftlich sei zu berücksichtigen, dass der Kreis Ahrweiler zu einem großen Teil vom Tourismus lebe, den man nicht beeinträchtigen dürfe.

„Wir brauchen mehr erneuerbare Energien. Allerdings sollten wir uns nicht nur auf Windkraft konzentrieren, sondern vielmehr die Nutzung der Solarenergie ins Auge fassen nicht nur auf Dächern, sondern auch Freiflächen. In den letzten Jahren hat sich die Technik hier erheblich weiterentwickelt, es gibt hier viele neue innovative Lösungen, die sowohl die ökologischen, aber auch die ökonomischen und Landschaftsschutzanforderungen stärker zusammenbringen. Das sollten wir verstärkt angehen,“ so van Bebber abschließend.

Pressemitteilung der

FDP-Kreistagsfraktion

93 Prozent der Potenziale für Fotovoltaik sind noch ungenutzt, so die Auskunft des Solarkatasters. Die FDP-Vertreter im Kreistag werben für die Nutzung dieses Potenzials. Foto: David Jacobs

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
Sommerbunt Bad Neuenahr-Ahrweiler
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige Alles für die Schule
Stellenanzeige 2026/061 Sachbearbeiter/in (w/m/d) im Bereich ÖPNV
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
739

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das ist Mali. Foto: privat
268

Bitte helft bei der Suche mit: Die kleine Samtpfote hat sicher große Angst und möchte nach Hause.

06.07.: Tierisch vermisst: Wer hat Katze Mali aus Obermendig gesehen?

Mendig. Seit dem 24. Juni 2026 wird die vierjährige Perser-Mix-Katze Mali aus Obermendig vermisst. Für ihre Familie ist seit ihrem Verschwinden nichts mehr wie zuvor. Trotz intensiver Suche fehlt von der weißen Katze bislang jede Spur.

Weiterlesen

Aus für das Provisorium: Das Ausweichquartier Calvarienberg darf per behördlicher Anordnung nicht mehr genutzt werden.  Foto: GS
825

Schock für die Eltern: Eine sicher Nutzung des Provisoriums der Kita Sankt Laurentius sei derzeit nicht gegeben, sagen die Behörden

Ahrweiler: Kita-Kinder stehen vor ungewisser Zukunft

Ahrweiler. Ein Brandbrief ist ein öffentlicher Hilferuf. Einen solchen hat Miriam Radermacher für den Elternausschuss der Ahrweiler Kita Sankt Laurentius verfasst. Denn die Eltern treiben Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder um. Was ist geschehen?

Weiterlesen