Interessengemeinschaft Nierendorf ohne angstmachendes Hochwasser
Planungen für den Hochwasserschutz
Nierendorf. Bei einer Sitzung der Interessengemeinschaft NoaH (Nierendorf ohne angstmachendes Hochwasser) informierte Bauamtsleiter Friedhelm Moog über den Stand der Planungen zum Hochwasserschutzkonzept. Dabei sprach er auch Einzelaspekte an. Die Interessengemeinschaft NoaH und der Fachbereich „Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen“ der Gemeindeverwaltung Grafschaft hatten sich darauf verständigt, sich in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Planungsstände und sonstige Anliegen auszutauschen. Unterstützt von Bauingenieur Peter Terporten vom Ingenieurbüro Hermann Terporten aus Bad Neuenahr stellte Friedhelm Moog erste Überlegungen zum Umbau der Brückenstraße vor. Diese Maßnahme wird noch vor dem Abschluss der Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes umgesetzt, da dieser Punkt ein erhebliches Gefahrenpotenzial in Nierendorf darstellt. Der Interessengemeinschaft NoaH ist daran gelegen, die Durchlässe so zu gestalten, dass keine bauseitige Stauung entsteht. Noch immer fokussieren sich schlimme Erfahrungen einzelner Mitglieder der Interessengemeinschaft auf die Verklausung der alten Durchlässe, sodass sie dem Neubau der Brücke entgegenfiebern. Die Erweiterung der Durchlässe ist für NoaH daher von enormer symbolischer Bedeutung.
Notfall- und Arlamierungspläne
Darüber hinaus informierte Karen Meyer von der Gemeindeverwaltung Grafschaft über die Bepflanzung und Pflege des erweiterten Bachbettes innerorts von Nierendorf. So würden Mäharbeiten je nach Bedarf durchgeführt, mindestens eingeplant sind aber noch fünf weitere Pflegegänge. Die Arbeiten sind im Rahmen der Gewährleistung bis Anfang 2019 an eine externe Landschaftsbaufirma vergeben. Zur besseren Koordination aller Beteiligten beim Eintritt eines weiteren Starkregenereignisses sind Notfall- und Alarmierungspläne durch die Gemeinde erarbeitet worden. Diese sollen im Zuge der Phase zwei der Hochwasserschutzkonzepterstellung offiziell vorgestellt werden. In naher Zukunft sollen zwei Kameras am Regenrückhaltebecken installiert werden, sodass der Füllstand auch aus der Ferne ermittelt werden kann. Zudem wird eine Dammsirene installiert, die manuell ausgelöst, die Bevölkerung vor einer möglichen Überflutung warnen soll. Im Weiteren erläuterte Friedhelm Moog den Sachstand für die geplante Rückführung des Nierendorfer Baches in den natürlichen Bereich der ehemaligen Bachaue in Niedernierendorf. Die Vorplanungen seien bei der oberen Wasserbehörde und dem Umweltministerium auf Zustimmung gestoßen. Zurzeit befindet sich die Planung in einer Abstimmungsphase mit dem Landesbetrieb für Mobilität (LBM), da diese in Kooperation mit der Gemeinde Grafschaft gleichzeitig die L80 ausbauen, bevor das Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann. Im Zuge des Ausbaus der L80 soll auch ein Radweg entlang der Straße entstehen. NoaH Sprecher Matthias Frank: „Ich danke den Fachleuten für Ihre Ausführungen zum Sachstand des Hochwasserschutzes für Nierendorf. Wir begrüßen die geplanten Schritte und hoffen weiterhin auf gute Gespräche und Beratungen mit den Bürgern vor Ort.“ Die Interessengemeinschaft wird sich weiterhin für einen bestmöglichen Hochwasserschutz für Nierendorf einsetzen.Pressemitteilung
Interessengemeinschaft NoaH
