Lesung des Autors Manuel Vermeer mit Unterstützung durch Ministerin Eveline Lemke
„Politik einmal anders“
Lahnstein. Da hatten sich die Grünen Rhein Lahn einmal etwas anderes einfallen lassen und zu einer Lesung in die Hospitalkapelle eingeladen. „Mit dem Wasser kommt der Tod“ so der Titel des spannenden Thrillers von Dr. Manuel Vermeer.
Zum Inhalt des Buches erfährt man an diesem Abend - die Deutsche Ingenieurin Cora Remy fährt nach China, wird dort in eine Korruption verwickelt, fährt dann nach Tibet und wird dort in Mordanschläge verwickelt. Ihre Firma rät ihr zur Rückkehr, doch sie will auf jeden Fall ihren Auftrag erfüllen. Dabei kommt sie auf ihrer Fahrt durch ein fremdes, geheimnisvolles Land. Die Fahrt führt nach Qingdao und Lhasa, zum Base Camp des Mount Everest und an die Ufer des Brahmaputra. Auf dieser Reise kämpft Cora mehr als einmal um ihr Leben und kommt dabei einer gigantisch geplanten Umweltsünde auf die Spur. Ein Krieg um Wasser könnte die ganze Welt bedrohen.
Ein spannender Thriller und der Autor Manuel Vermeer möchte damit zudem auf die Umweltthematik in Tibet aufmerksam machen. Da ganz Nordchina zu trocken ist, planen die Chinesen große Flussumleitungen und bauen Tausende Staudämme in ganz China. Damit sitzen die Chinesen dann am großen „Wasserhahn“ in Tibet und könnten in Südwestasien das Wasser abdrehen, so Vermeer.
In seinem Buch geht es um die Klima-, Wasser- und Umweltproblematik, zusammengefasst in einem spannenden Krimi und man lernt außerdem sehr viel über Indien, China und Tibet.
Ein „Freizeitprodukt“
Seit 30 Jahren reist Manuel Vermeer nach China, er hat dort studiert und er spricht auch chinesisch. Und sein Buch ist ein „Freizeitprodukt“, wie er es selbst nennt und soll die Thematik für interessierte Leser einmal beleuchten. Alle Fakten über Tibet und China, historische Fakten, die Beschreibungen der Städte und Ortschaften sind alle authentisch betont der Autor.
Als Unterstützerin der Lesung kam auch Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung extra nach Lahnstein angereist. Sie ist mit dem Autor befreundet und dieser hatte für sie das erste Kultur-Coaching unternommen, als die Ministerin nach China reiste. Sie war mit einer Gruppe Unternehmern in China unterwegs, um dort rheinland-pfälzische Umweltgüter zu verkaufen. „Bei dieser Reise haben wir auch unschöne Dinge gesehen, wie dreckig China ist und wie schmutzig die Luft dort ist“, sagte Lemke im Gespräch. „Das nächste Umweltgut, um das auch Krieg geführt wird, als Rohstoffkrieg wird als nächstes das Thema Wasser auf der Agenda stehen, da Wasser immer knapper wird, bedingt durch den Klimawandel,“ erörterte Lemke weiter. „Jetzt haben wir Indien und China zum Gegenstand eines Krimis gemacht und die vielen Sachen, die man menschlich manchmal nirgendwo hinstecken kann, in einen Krimi verarbeitet,“ erklärt die Ministerin zum Buch. „Dieser Krimi bildet heute schon ab, was passieren kann und wir erhoffen uns, dass man zu diesen komplexen Themen in einem spannenden Krimi einen anderen Zugang findet und einen Einblick über die tatsächlichen Verhältnisse in China nehmen kann,“ so Lemke in ihrer Erläuterung. Abgerundet wurde die Lesung durch einzelne Erklärungen des Autors über das etwas fremde Land, deren Menschen und ihr Leben dort. Intensive Unterstützung hatte er dabei stets von der engagierten und im Thema stark involvierten Ministerin an seiner Seite. Eben eine etwas andere Politik – unterhaltsam, lehrreich und spannend zugleich auch für politisch nicht so interessierte Menschen.
Große Unterstützung fand der Autor Manuel Vermeer durch Ministerin Eveline Lemke, wie hier beim Aufzeigen der im Buch vorkommenden Länder.
