Politik | 06.04.2016

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will Lohn-Plus für Gastgewerbe

Positive Tourismus-Bilanz: Beschäftigte sollen profitieren

3 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr

Sich einfach ins gemachte Bett legen können: Dafür sorgen in Nordrhein-Westfalen tausende Beschäftigte im Gastgewerbe. Auch sie sollen von steigenden Umsätzen in der Branche profitieren, fordert die Gewerkschaft NGG. NGG

Rhein-Sieg-Kreis. Tourismus auf Touren: Der Rhein-Sieg-Kreis bleibt als Ziel für Urlauber und Geschäftsreisende beliebt. Rund 1,3 Millionen Übernachtungen zählte der Kreis im vergangenen Jahr. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststäten mit. Die NGG beruft sich hierbei auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts.

Stabile Umsätze müssten sich nun auch in den Portemonnaies der Beschäftigten wiederfinden, fordert die Gewerkschaft. „Denn die Mitarbeiter in Hotels, Restaurants und Kneipen sind es, die den regionalen Tourismus zu einer Wachstumsbranche machen“, sagt Mohamed Boudih, Geschäftsführer der NGG Köln. Es sei „höchste Zeit, dass sie ein größeres Stück vom Umsatz-Kuchen abbekommen“.

Die NGG verlangt in der bevorstehenden Tarifrunde für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein Lohn-Plus von 5,5 Prozent für alle Beschäftigten. Ein Koch im zweiten Jahr nach der Ausbildung hätte damit pro Monat knapp 100 Euro mehr in der Tasche. Nach Angaben der Gewerkschaft würden im Rhein-Sieg-Kreis rund 9.480 Menschen vom Lohn-Plus profitieren. „Ob als Koch, Hotelfachfrau oder Kellner – die Gastro-Beschäftigten machen einen harten Job. Und gleichzeitig sind sie den Besuchern im Rhein-Sieg-Kreis freundliche Gastgeber“, betont Boudih.

„Dem NRW-Tourismus geht es gut. Von der Düsseldorfer Altstadt-Kneipe über das Skihotel im Sauerland bis hin zur Eisdiele um die Ecke – das Gastgewerbe im Land steht auf soliden Beinen“, so Boudih. Im vergangenen Jahr zählte das Land 48,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste – das ist ein Prozent mehr als 2014 und fast 27 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Dieser Trend sei ganz wesentlich dem Einsatz der Beschäftigten zu verdanken, ist sich Boudih sicher. Für sie will sich die NGG nun am Tarif-Tisch ins Zeug legen. Für den Gewerkschafter ist klar: „Wer spätabends noch einmal die Küche anwirft oder am Feiertag das Hotelzimmer sauber macht, der sorgt nicht nur für Zufriedenheit beim Gast. Er sorgt auch dafür, dass er wiederkommt.“

Pressemitteilung

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Region Köln

Sich einfach ins gemachte Bett legen können: Dafür sorgen in Nordrhein-Westfalen tausende Beschäftigte im Gastgewerbe. Auch sie sollen von steigenden Umsätzen in der Branche profitieren, fordert die Gewerkschaft NGG. Foto: NGG

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