SPD-Fraktion Rheinbach informiert
Preiswerte Eigentums-Wohnungen statt Luxusapartments auf dem Pallottiareal
Rheinbach. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine kleine Teilfläche des Pallottiareals vertagt. Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll dort der Investor, der bereits das sogenannte Palotti–Karree gebaut hat, die Gelegenheit erhalten, zwei weitere Apartmenthäuser mit Luxusapartments direkt daneben zu errichten. "Wir befürworten stattdessen, das städtische Grundstück an einen Investor zu verkaufen, der dort preiswerten Wohnraum errichten will und den Bebauungsplan entsprechend zu fassen“, so Dr. Georg Wilmers, sachkundiger Bürger im Ausschuss.
„Es ist grundsätzlich nichts gegen den Bau von teuren Apartments einzuwenden“, meint Sprecherin Ute Krupp, „aber im Interesse des Allgemeinwohls ist in der gegenwärtigen Situation der Bau von preisgünstigem Wohnraum wichtiger.“ Die SPD verweist darauf, dass neben dem Pallotti-Karree auch im Münstergässchen und neuerdings am Bahnhof im „Stellwerk elf“ Apartments gebaut wurden oder werden, deren Kaufpreis sich um 3.000 Euro pro Quadratmeter bewegt.“ Gebraucht werden jedoch gegenwärtig vorrangig bezahlbare Apartments für Ehepaare, die ihr großes Haus nach dem Auszug der Kinder jungen Familien verkaufen würden, wenn sie die Gelegenheit hätten, ein preisgünstiges Apartment in der Innenstadt zu erwerben, das mit dem Verkaufserlös des älteren Hauses bezahlt werden kann.
Wer nach dem Verkauf seines Hauses noch 100.000 Euro darauflegen muss, um ein vergleichbares Apartment erwerben zu können, der verzichtet eher darauf, sein Haus zu verkaufen. Deshalb gilt es, preiswerte Apartments zu bauen und anzubieten. Bei einem städtischen Grundstück hat es die Stadt selbst in der Hand, so ein Angebot zu bewirken.
Als möglicher Investor kommt nach Ansicht von Folke große Deters in erster Linie die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Rhein-Sieg Kreises in Betracht, deren Mitgesellschafter die Stadt Rheinbach ist.
Alternativ wäre eine Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Meckenheim eine neue Variante oder die Stadt soll einem anderen Investor finden, der bereit ist, auf der städtischen Teilfläche des Pallottiareals preiswerteren Wohnraum für Eigentumszwecke zu errichten. "Einen Verkauf an einen Investor, der nur Luxusapartments errichten will, lehnen wir ab, weil dies in der gegenwärtigen Situation nicht die beste Lösung für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ist", so Ute Krupp abschließend. "Wir haben einen entsprechenden Antrag an den zuständigen Ausschuss gerichtet, in dem genau dies beantragt wird."
Pressemitteilung der
SPD-Fraktion Rheinbach
