Politik | 12.10.2016

Energieversorgung Mittelrhein

Probebohrungen im Briederweg

Cochem. Von 1882 bis 1961 war die Gasfabrik in Cochem in Betrieb. Dann wurde die Gasversorgung erst auf Flüssiggas und später auf Erdgas umgestellt. Die alten Gebäude wie Gasbehälter, Ofen- und Apparatehaus, in denen die Arbeiter das Gas herstellten, waren seitdem nicht mehr zu gebrauchen. Nach und nach wurden sie zurückgebaut und die Überreste der Produktion wie Schlacke, Teer und darin enthaltene Stoffe entsorgt. Doch nicht ganz, wie die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) bei Bauarbeiten auf dem im Jahr 2002 erworbenen Grundstück im Briederweg feststellen musste. Bei dem Bau eines Silos für Holzhackschnitzel, die zur Wärmeversorgung des Nahwärmenetzes in Cochem verbrannt werden sollen, wurden in Teilbereichen Überreste des alten Gaswerks gefunden. Diese wurden umgehend professionell entsorgt. Um zu prüfen, ob sich noch weitere Reststoffe aus der Produktion des alten Gaswerks im Boden befinden, führt die evm in Zusammenarbeit mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord Bohrungen an mehreren Punkten auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes aus. „Nach dem Fund möchten wir sicher gehen, dass sich nicht noch weitere Überreste auf dem Gelände befinden“, erklärt Katharina Gardyan, Pressesprecherin der evm. Die Vorarbeiten sind Anfang Oktober gestartet worden und bereiten die Bohrungen vor, die aller Voraussicht nach einen Monat in Anspruch nehmen. Nach einer Kampfmittelsondierung werden insgesamt 19 Löcher gebohrt, zwei davon im öffentlichen Bereich des Briederwegs. Dieser muss daher voraussichtlich vom 24. bis 26. Oktober gesperrt werden. „Wir bitten die Anwohner um Verständnis für eine eventuelle Lärmentwicklung während der Bohrungen und die Sperrung der Straße“, so Gardyan. „Die evm und ihre Dienstleister tun alles dafür, dass die Maßnahme schnell und sorgfältig abgeschlossen werden kann.“

Pressemitteilung der

Energieversorgung Mittelrhein

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