Erwin Rüddel: Gefahren, Sorgen und Ängste sind realistisch gegeben
Problemwölfe dürfen kein Dauerproblem werden
Region. „Meine von einer Vielzahl der Menschen im Wahlkreis in den letzten Jahren mitgetragenen Äußerungen und Stellungnahmen zum Thema Wolf, sind keine Panikmache, sondern pure Realität. Dies beweist sich nicht allein an den durch Wolfsübergriffe im hiesigen Raum, dem Westerwald mit den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied, gezählten und bewiesenen Fällen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.
Der Parlamentarier warnt seit geraumer Zeit vor den Auswirkungen einer unkontrollierten Wolfspopulation um jährlich 30 Prozent. So leben in Deutschland mittlerweile mehr als 2.500 Wölfe in deutlich über 150 Rudeln und dies vor allem in ländlichen und teils landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Hierzu ist festzustellen, dass die stetige Steigerung der Wolfsanzahl bisher durch die erfolgreiche Wiederansiedlung und den Schutz gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU bedingt ist.
Diesbezüglich fordert Rüddel ein striktes Wolfsmanagement. Darauf hat die rheinland-pfälzische Landesregierung lange Zeit gar nicht und dann erst kürzlich reagiert, indem sie den Abschuss des Problemwolfs des aus dem angrenzenden NRW agierenden „Leuscheider Rudels“ in Erwägung zog.
Dagegen hat allerdings die Naturschutzinitiative (NI) Klage eingereicht, so dass der Problemwolf GW1896m vorerst nicht entnommen, aber stattdessen weiter sein Unheil bei den Nutz- und Herdetieren der Region anrichten und zudem Artgenossen mit seinen Fähigkeiten des Überwindens von Schutzzäunen vertraut machen kann.
„Durch diese Situation wächst enorm der Druck auf die Nutz- und Herdetierhalter. Dabei gilt es umso mehr als erstes die Herausforderung durch die Problemwölfe zu lösen. Dazu werden wir nicht umhinkommen, die Bestände zu regulieren und eine Obergrenze, wie das in Skandinavien seit vielen Jahren der Fall ist, zu definieren“, konkretisiert der CDU-Bundestagsabgeordnete und ergänzt: „Die Klage der Artenschützer gegen den Abschuss eines Problemwolfs wird letztendlich das Gegenteil erreichen und den öffentlichen Druck auf die Wolfsbestände erhöhen.“
Herausforderungen für die Nutz- und Herdetierhaltung seien einerseits per Schäden durch Wolfsan- bzw. -übergriffe gegeben, wobei Tiere wir Schafe, Ziegen und Kälber besonders gefährdet seien, da sie in offenen Terrains gehalten werden: „Trotz präventiver Maßnahmen wie Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden kommt es jährlich zu tausenden von Wolfsrissen. Daran bedingt muss auch die finanzielle und psychische Belastung gesehen werden: Landwirte tragen oft hohe Kosten für Schutzmaßnahmen und leiden unter dem Verlust von Tieren. Entschädigungen werden zwar gezahlt, die decken jedoch selten die gesamten Schäden oder den emotionalen Verlust.“
Zu den Aspekten Problemwölfe und Regulierung äußert der heimische Abgeordnete: „Problemwölfe sind Wölfe, die wiederholt Nutz- und Herdetiere trotz Schutzmaßnahmen angreifen und oft auch wenig Scheu vor Menschen zeigen. Diese Verhaltensweisen können durch mangelnde Nahrung, Gewöhnung an Menschen oder territoriale Konflikte entstehen.“
Wirksame Regulierungsmöglichkeiten seien Abschussgenehmigungen: „In Ausnahmefällen können Problemwölfe gemäß nationalen und EU-Regelungen entnommen werden.“ Eine Anpassung des Schutzstatus sei dringend notwendig, die zur Debatte, ob der Wolf weiterhin streng geschützt bleiben oder in einen engen regulierten Schutzstatus übergehen sollte, die Antwort gibt.
„Denk- und machbar wären als Lösungsansätze für den Konflikt ein Kompromiss zwischen Schutz und Kontrolle: Nämlich die Flexibilisierung der Regulierungsmöglichkeiten für Problemwölfe, ohne den Artenschutz grundlegend in Frage zu stellen sowie die Einführung einer regionalen Obergrenze für Wolfsbestände in stark betroffenen Regionen. Noch bleibt das Thema ein komplexer Balanceakt zwischen dem Schutz einer Tierart und den existenziellen Interessen der Nutz- und Herdetierhalter“, bekräftigt Erwin Rüddel.
Pressemitteilung
Büro von Erwin Rüddel, MdB
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