Politik | 11.01.2021, 13:10 Uhr

Bündnis 90/ Die Grünen Stadtratsfraktion Koblenz

Projekt GeKOS wird künftig von der Stadt gefördert

GRÜNE Koblenz setzen sich für Integration und Sprachförderung ein

V.l.: Dr. Margit Theis-Scholz (Bildungs- und Kulturdezernentin), Laura Martín Martorell (integrationspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende Grüne Stadtratsfraktion), Ulrike Mohrs (Bürgermeisterin), Felicitas Flöthner (geschäftsführende Leiterin katholische Familienbildungsstätte Koblenz e.V.), Carsten Liedtke (pädagogischer Mitarbeiter katholische Familienbildungsstätte Koblenz e.V.).Fotos: Bündnis 90/ Die Grünen Stadtratsfraktion Koblenz
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Koblenz. Das Projekt „GeKOS“ - „Gemeinsam entdecken Kinder ihren Ort mit Studierenden“ - ist ein Projekt an der Universität Koblenz-Landau, das aktive Unterstützung für Kinder mit Migrations- und Fluchtgeschichte leistet und zugleich zur Professionalisierung angehender Lehrer*innen und Pädagog*innen im Umgang mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte beiträgt. Im Rahmen des Projekts treffen sich Studierende und Kinder über ein Studienjahr einmal wöchentlich in Form von Tandems, um gemeinsam den Nachmittag zu gestalten. Die soziokulturelle Integration der Kinder steht im Vordergrund der Initiative, die von Prof. Dr. Heike de Boer im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde. Nachdem die Förderung des Landes für dieses Projekt Ende 2020 ausgelaufen ist, hat sich nun die städtische Familienbildungsstätte dazu bereit erklärt, das Projekt mit den eigenen bewährten Strukturen zu koordinieren – in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau.

Dazu hatte die GRÜNE Fraktion einen Prüfauftrag im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2021 gestellt. Der Stadtvorstand hat sich nun positiv entschieden und 25.000 Euro in den städtischen Haushalt für das Projekt eingestellt. Laura Martín Martorell, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Koblenz und integrationspolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, hält die Fortführung des Projekts für ausgesprochen wichtig: „Mehr als jedes dritte Grundschulkind in Koblenz hat einen Migrationshintergrund, 41 Prozent davon haben eine eigene Zuwanderungserfahrung. Diesen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft zu ermöglichen, ist eine zentrale politische Aufgabe der Stadt. Dadurch profitieren beide Seiten: Die Kinder vor Ort erhalten die Gelegenheit, mit einer eigenen Bezugsperson die neue Heimat zu erkunden.

Gleichzeitig machen die Studierenden wertvolle Erfahrungen in der professionellen pädagogischen Arbeit mit zugewanderten Menschen. Ich bedanke mich herzlich beim Stadtvorstand für die Entscheidung, das Projekt zu unterstützen - ganz besonders bei unserer Bürgermeisterin Frau Mohrs und bei unserer Kulturdezernentin Frau Dr. Theis-Scholz.“

Carl-Bernhard von Heusinger, Fraktionsvorsitzender der Koblenzer GRÜNEN, weist auf die Bedeutung des Projekts für die Universität hin: „Dieses Projekt wurde von Prof. Dr. Heike de Boer und ihrem Team vor fünf Jahren ins Leben gerufen und umfassend wissenschaftlich begleitet. Wir sind sehr froh darüber, dass sie die Schirmherrinnenschaft für das Projekt übernommen hat und damit die weitere Kooperation perspektivisch dokumentiert wird. Die Ergebnisse der Begleitforschung werden auf nationalen wie internationalen Tagungen sowie in mehreren Forschungsnetzwerken veröffentlicht und diskutiert. Die Universität Koblenz-Landau ist einer der wenigen Hochschulen, bei der die pädagogische Begleitung von Kindern mit Migrations- und Fluchtgeschichte auf dem Lehrplan steht. Das hilft den angehenden Pädagog*innen, den Kindern aber auch der Reputation der Universität und stärkt zudem den Hochschulstandort Koblenz.“

Pressemitteilung Bündnis90/DIE GRÜNEN KV Koblenz

Prof. Dr. Heike de Boer (Projektleitung GeKOS).

Prof. Dr. Heike de Boer (Projektleitung GeKOS).

V.l.: Dr. Margit Theis-Scholz (Bildungs- und Kulturdezernentin), Laura Martín Martorell (integrationspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende Grüne Stadtratsfraktion), Ulrike Mohrs (Bürgermeisterin), Felicitas Flöthner (geschäftsführende Leiterin katholische Familienbildungsstätte Koblenz e.V.), Carsten Liedtke (pädagogischer Mitarbeiter katholische Familienbildungsstätte Koblenz e.V.).Fotos: Bündnis 90/ Die Grünen Stadtratsfraktion Koblenz

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